Nach Kritik an ihm Ex-US-Präsident Donald Trump geht auf frühere Berater los

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Donald Trump, hier bei der Konferenz CPAC am 28. Februar 2021, hetzt gegen seine ehemaligen Corona-Berater, nachdem diese sich kritisch über seine Corona-Politik geäußert haben. 

Washington – Ex-US-Präsident Donald Trump hat zwei seiner früheren Corona-Berater heftig angegriffen, nachdem diese sich kritisch über sein Vorgehen in der Pandemie geäußert hatten.

  • Donald Trump greift ehemalige Corona-Berater an
  • Sie hatten sich kritisch über Donald Trumps Vorgehen geäußert
  • Immunologe ist noch heute Berater im weißen Haus

Donald Trump greift Corona-Berater an

Trump veröffentlichte am Montagabend, 29. März 2021, (Ortszeit) eine längliche Erklärung, in der er den prominenten Immunologen Anthony Fauci und die Ärztin Deborah Birx heftig attackierte.

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Anthony Fauci, hier einer Anhörung des Senatsausschusses für Gesundheit, Bildung, Arbeit und Renten, ist führender Corona-Experte in den USA. 

Beide waren während Trumps Amtszeit Mitglieder der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Fauci ist auch jetzt ranghoher Corona-Berater des neuen Präsidenten Joe Biden.

Trump bezeichnete Fauci und Birx als „zwei Selbstdarsteller, die versuchen, die Geschichte umzudeuten, um ihre schlechten Instinkte und fehlerhaften Empfehlungen zu überdecken“.

Donald Trump bezeichnet Ärztin als „Lügnerin“

Fauci habe etwa davon abgeraten, zu Beginn der Pandemie Einreisen aus China in die USA zu unterbinden. Trump sagte, er habe nicht auf Fauci gehört und auf diese Weise viele Menschenleben gerettet. Der Ex-Präsident ätzte weiter, Fauci könne nicht mal vernünftig einen Baseball werfen.

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Debrorah Brix, hier bei einer Ansprache im Weißen Haus am 13. April 2020, bezeichnet Donald Trump als „Lügnerin“.

Birx wiederum nannte er eine „Lügnerin“, die nur noch „sehr wenig Glaubwürdigkeit“ habe. Viele ihrer Ratschläge seien als „Pseudo-Wissenschaft“ angesehen worden, spottete Trump. Auch Fauci habe immer schlecht über Birx gesprochen und nicht mal mit ihr in einem Raum sein wollen, behauptete er.

Donald Trumps Corona-Berater äußerten bei CNN Kritik

Fauci und Brix hatten im Fernsehsenders CNN über die Pandemie und ihre Arbeit unter Trump gesprochen und sich dabei kritisch über den damaligen Präsidenten und dessen Umgang mit der Krise geäußert. Fauci etwa sagte, es habe ihn damals geschockt, dass Trump die Lockerung von Restriktionen in mehreren Bundesstaaten gefordert habe.

Birx hatte in der Sendung berichtet, Trump habe sie im vergangenen Sommer persönlich angerufen, nachdem sie in einem Interview über die Gefahren durch das Coronavirus gesprochen habe. Das Telefonat sei „sehr unangenehm“ gewesen. Auf die Frage, ob sie bedroht worden sei, reagierte Birx nach kurzem Zögern ausweichend und wiederholte: „Ich würde sagen, es war eine sehr unangenehme Unterhaltung.“ (dpa)

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