„Wird nicht glücklich sein“ Donald Trump bricht Interview ab und droht Sender CBS

Donald Trump Presse

Donald Trump ist mit dem Umgang der Medien mit seiner Person unzufrieden. Das Foto zeigt den US-Präsidenten am 11. Juli 2020 bei einem Gespräch mit Pressevertretern.

Washington – Zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA hat Amtsinhaber Donald Trump ein TV-Interview vorzeitig abgebrochen. Das teilte der Fernsehsender CBS am Dienstagabend (Ortszeit) mit.

Trump drohte auf Twitter damit, einen Mitschnitt noch vor dem geplanten Ausstrahlungstermin am kommenden Sonntag selbst zu veröffentlichen. Er kritisierte das mit der renommierten Journalistin Lesley Stahl für die CBS-Sendung „60 Minutes“ geführte Gespräch als „Fake“ und „parteiisch“.

Vor der Wahl sollte das Interview Teil einer „60 Minutes“-Sonderausgabe über den Republikaner Trump und seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden an diesem Sonntag sein.

Donald Trump droht Sender CBS indirekt nach Fernseh-Interview

Trump sprach von einem „furchtbaren Eingriff“ in die Wahl am 3. November. Bei einem Wahlkampfauftritt am Dienstagabend in Erie im US-Bundesstaat Pennsylvania schien er CBS zu drohen.

„Ihr müsst Euch anschauen, was wir mit ‚60 Minutes‘ machen. Ihr werdet einen solchen Kick daraus bekommen“, sagte der Präsident vor jubelnden Anhängern. „Lesley Stahl wird nicht glücklich darüber sein.“

Bereits zuvor hatte Trump ein kurzes Video auf Twitter veröffentlicht, zu dem er schrieb: „Lesley Stahl von ‚60 Minutes‘ ohne Maske im Weißen Haus nach ihrem Interview mit mir. Da kommt noch viel mehr.“

Trump, der zu Monatsbeginn selbst an Covid-19 erkrankte, trägt fast nie einen Mund-Nasen-Schutz. Zudem hat er wiederholt nachweislich falsche Aussagen über Gesichtsmasken und das Coronavirus verbreitet. (dpa, so)

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