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Rechtsextreme Chats Hessens Innenminister löst SEK auf

Beuth Hessen

Hessens Innenminister Peter Beuth greift nach den rechtsextremen Chats in den Reihen des SEK durch. Er kündigte am 10. Juni in Wiesbaden an, dass die Spezialeinheit grundlegend umgebaut wird.

Wiesbaden – Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU, 53) greift nach den rechtsextremen Chats in den Reihen des SEK durch. Angesichts der Ermittlungen wegen rechtsextremer Äußerungen von Polizisten in Chatgruppen wird das Spezialeinsatzkommando (SEK) des Frankfurter Polizeipräsidiums aufgelöst. Das teilte Beuth am Donnerstag, 10. Juni, in Wiesbaden mit.

  • SEK der Frankfurter Polizeibehörde aufgelöst
  • Ermittlungen gegen 19 Beamte
  • Chats mit rechtsextremen Nachrichten

Ermittelt wird gegen insgesamt 19 Beamte im aktiven Dienst und einen ehemaligen Polizisten des SEK. 17 von ihnen sollen untereinander Beiträge mit volksverhetzenden Inhalten beziehungsweise Abbildungen einer ehemaligen nationalsozialistischen Organisation geteilt haben. Drei der Beschuldigten sind Vorgesetzte, die nicht eingeschritten sein sollen.

Innenminister Beuth: Neustart für das SEK

„Wir stoßen heute einen fundamentalen Neustart für das SEK an“, erklärte der Innenminister. Es werde beim Spezialeinsatzkommando einen grundlegenden organisatorischen Umbau geben. Zudem müsse dort eine gänzlich neue Führungskultur auf den unteren und mittleren Vorgesetzten-Ebenen geschaffen werden. „Natürlich sind unsere Spezialkräfte auch in Zukunft unverzichtbar, aber die Rahmenbedingungen werden andere sein“, sagte Beuth.

Die Chats stammen nach Angaben des Innenministers überwiegend aus den Jahren 2016 und 2017. Einige Text- oder Bildnachrichten in den Chats legten den Verdacht einer rechtsextremen Gesinnung einiger Mitglieder des SEK Frankfurt nahe. (dpa)