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„Proud Boys“-Prozess Radikale Trump-Anhänger nach Sturm aufs Kapitol vor Gericht

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Die führenden „Proud Boys“ stehen nach dem Sturm auf das Kapitol vor Gericht. Unter anderem Henry Tarrio (5.v.l.). Das Foto der rechtsradikalen Gruppe entstand im August 2019.

Washington D.C. – Zweieinhalb Monate nach der Erstürmung des Kapitols durch Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump sind vier führende Mitglieder der rechtsradikalen Gruppe „Proud Boys“ angeklagt worden.

  • Führende „Proud Boys“ nach Sturm auf Kapitol vor Gericht
  • Bei der Erstürmung kamen in Washington fünf Menschen ums Leben
  • Ex-Präsident Donald Trump soll die Meute angestachelt haben

Den vier Männern wird im Zusammenhang mit dem Angriff vom 6. Januar unter anderem Verschwörung, Behinderung von Sicherheitskräften und Zerstörung von Regierungseigentum vorgeworfen, wie aus der am Freitag (19. März) von US-Medien verbreiteten Anklage hervorgeht.

„Proud Boys“-Prozess: Führende Köpfe sollen andere zur Kapitol-Erstürmung ermutigt haben

Bei den Beschuldigten aus verschiedenen Bundesstaaten handelt es sich um drei Anführer der jeweiligen örtlichen „Proud Boys“-Ableger und um einen selbst ernannten Organisator von Veranstaltungen der Gruppe. Andere „Proud Boys“-Mitglieder wurden bereits zuvor angeklagt.

In der Anklage heißt es, die vier führenden „Proud Boys“ im Alter zwischen 30 und 37 Jahren hätten versucht, die Zertifizierung der Ergebnisse der Präsidentenwahl vom vergangenen November durch den Kongress zu behindern. Sie hätten auch andere ermutigt, an dem Protest in Washington gegen Trumps Niederlage teilzunehmen, aus dem heraus sich später der Angriff auf das Kapitol entwickelte. Für die Reisekosten hätten sie Spenden eingeworben.

Laut Anklage besorgten sie überdies „paramilitärische Ausrüstung“ wie Schutzwesten und Funkgeräte. Bei der Planung sei über verschlüsselte Kanäle kommuniziert worden.

Beim Sturm auf das Kapitol kamen fünf Menschen ums Leben

Bei dem Sturm auf das Kapitol nach einer Trump-Kundgebung waren fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Polizist. Trump wird vorgeworfen, den Mob angestachelt zu haben. Der Anführer der „Proud Boys“, Henry „Enrique“ Tarrio, war noch vor der Kundgebung von einem Gericht angewiesen worden, Washington zu verlassen.

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Am 20. März wurde der Stacheldraht rundum das Kapitol entfernt, zweieinhalb Monate nach dem Angriff des Trump-Anhänger-Mobs.

Die Polizei hatte ihn nach der Ankunft in der US-Hauptstadt festgenommen, weil ein Haftbefehl wegen Sachbeschädigung bei einer früheren Demonstration von Trump-Anhängern gegen ihn vorlag. Er muss Washington bis zu seinem nächsten Gerichtstermin am 8. Juni fernbleiben.

Donald Trump: „Proud Boys: Haltet euch zurück und haltet euch bereit“

Im Wahlkampf hatte Trump mit Aussagen über die „Proud Boys“ Begeisterung im rechten Spektrum ausgelöst. In einer TV-Debatte mit dem letztlich siegreichen Herausforderer Joe Biden hatte Trump sich geweigert, rechtsradikale Gruppen klar zu verurteilen.

Damals sagte er: „Proud Boys - haltet euch zurück und haltet euch bereit.“ (dpa)

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