Wie lang dauert Teil-Lockdown? Merkel: „Möchte keine Ausgangssperre in Deutschland“

angela Merkel pressekonferenz

Endet der Teil-Lockdown wirklich im Dezember? Kanzlerin Angela Merkel äußerte sich am 2. November 2020 zur aktuellen Corona-Lage in einer spontanen Pressekonferenz. Allerdings wollte sie sich noch nicht festlegen, was passiert, wenn die Fallzahlen nicht sinken.

Berlin – Angela Merkel (CDU) hat am Montagnachmittag, 2. November, auf einen überraschend angesetzten Pressekonferenz den Teil-Lockdown verteidigt. Die Bundeskanzlerin äußerte sich zur aktuellen Lage. Ob der Teil-Lockdown wirklich nur bis zum 30. November gilt, ist noch nicht bekannt: Zu diesem Thema wollte sich die Kanzlerin explizit nicht äußern.

Die Aufzeichnung der Pressekonferenz sehen Sie selbstverständlich kostenfrei weiterhin in diesem Artikel (siehe unten).

Pressekonferenz von Angela Merkel: Die wichtigsten Aussagen im Überblick

Alles zum Thema Corona

Die Kanzlerin trat live im TV auf (siehe Video oben). An dieser Stelle haben wir alle wichtigen Aussagen in übersichtlichen Stichpunkten für Sie zusammengefasst:

  • „Wir haben auch alle einen Eid geleistet auf das Grundgesetz, das mit der Würde des Menschen beginnt.“
  • Die Bundeskanzlerin ruft die Bürger auch aus finanziellen Gründen dazu auf, sich an die Regeln zu halten. Die Politik mute einigen sehr viel zu, etwa der Gastronomie. Die Bundesregierung sei finanziell in der Lage, dies zu kompensieren.
  • „Jetzt müssen wir uns ein wenig anstrengen, dann kriegen wir das auch hin.“
  • Merkel stellt klar:
  • „Ich möchte heute über den 30. November noch nicht spekulieren.“
  • Familienbesuche zu Weihnachten
  • „Dass es die großen, rauschenden Silvesterpartys gibt, das glaube ich nicht.“
  • „Es wird ein Weihnachten unter Corona-Bedingungen sein, aber es soll kein Weihnachten in Einsamkeit sein.“
  • „Sollte sich bis zu ihrem nächsten Gespräch mit den Ministerpräsidenten aber herausstellen, dass die neuen Maßnahmen noch nicht ausreichend seien, um die Zahl der Neuinfektionen stark zu reduzieren, seien
  • Die Bundeskanzlerin ruft eindringlich dazu auf, durchzuhalten. „Jeder hat es in der Hand, diesen November zu einem gemeinsamen Erfolg zu machen.“
  • „Wir müssen
  • Die Kanzlerin verwies zur Begründung auf die
  • Es gebe immer mehr Menschen, „die infiziert sind und durch die Gegend laufen, ohne dass sie gewarnt worden sind“
  • Notwendig seien daher nun „vier Wochen lang Verzicht auf das, was das Leben schön macht“
  • Ihr sei bewusst, dass
  • Angela Merkel macht noch einmal eindringlich klar, dass es eine enorme Anstrengung für alle ist. „Das ist eine sehr, sehr schwere Zeit, die keiner von uns gewünscht hat.“ Sie appelliert an die Vernunft der Menschen.
  • „Wir sind ganz wesentlich davon abhängig, dass die große Zahl der Menschen mitmacht.“
  • Die Schließung der Gastronomie im November 2020 verteidigt die Kanzlerin sagt den Firmen erneut eine schnelle Hilfe zu. 
  • Ein wichtiges Datum für weitere, möglicherweise weitreichende Entscheidungen, ist laut Angela Merkel der
  • Angesichts der steigenden Zahlen und schwer Erkrankten warnt Angela Merkel vor einer „akuten Notlage“ in den Krankenhäusern.
  • Bei kälteren Temperaturen wie in den kommenden Monaten reagiere das
  • „Wir sind auf das Mitmachen der Menschen in unserem Land angewiesen.“
  • „Wir müssen Kontakte reduzieren, wo immer das möglich ist.“
  • Viele Menschen laufen durch die Gegend, ohne Symptome zu zeigen.
  • „Uns stehen schwierige Monate bevor“,
  • Merkel sagt, man habe sich zu den Einschränkungen entscheiden müssen.

Spontane Merkel-Pressekonferenz nach Tagung des Corona-Kabinetts

Bereits am Vormittag tagte zunächst das sogenannte Corona-Kabinett, wie der Veranstalter Bundespressekonferenz und die Bundesregierung mitteilten. Die üblicherweise am Montag stattfindende Regierungspressekonferenz mit dem Regierungssprecher und den Sprechern der Ministerien entfällt.

Teil-Lockdown in Deutschland gilt bis Ende November – vorerst

Die bis Ende November 2020 geltenden neuen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sehen Kontaktbeschränkungen für private Treffen sowie Schließungen von Restaurants, Kneipen und Kultureinrichtungen vor. Mitte des Monats wollen Bund und Länder dann eine Zwischenbilanz ziehen. Ob es tatschlich dabei bleibt, dass die Beschränkungen ab Dezember aufgehoben werden, ist bislang nicht garantiert.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Montagmorgen weitere 12.097 verzeichnete Coronavirus-Ansteckungsfälle binnen eines Tages bekannt. Dies ist zwar deutlich weniger als an anderen Tagen der jüngsten Zeit - da am Wochenende aber nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen montags immer vergleichsweise niedrig.

Erst am Samstagmorgen, 28. Oktober 2020, hatte das RKI einen Rekordwert bei den täglich erfassten Neuinfektionen von 19.059 Fällen bekanntgegeben. (dpa)

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