Bei Maischberger Schäuble äußert hartes Urteil über Corona-App: „Einiges versäumt“

Köln/Berlin – Seit einem halben Jahr steht die Corona-Warn-App im Kampf gegen die Pandemie zur Verfügung. Doch sie liegt heute noch weit hinter den Erwartungen zurück. „Wir hätten sehr viel mehr erreichen können“, erklärte CDU-Politiker Wolfgang Schäuble am Mittwoch (24. Februar) in der ARD-Talkshow „maischberger. die woche“.

  • „maischberger. die woche“ am Mittwoch (24. Februar)
  • Wolfang Schäuble beklagt Versäumnis bei Corona-App
  • Schäuble hofft auf mehr Nutzen durch Corona-App

Die Corona-Warn-App ist seit Juni 2020 verfügbar, allerdings wird sie nur wenig benutzt. Ein Grund für die Ablehnung ist beispielsweise der Datenschutz. Dass die App weit hinter ihren Möglichkeiten zurückliegt, gibt auch Schäuble zu.

Wolfang Schäuble beklagt verpasste Gelegenheiten bei Corona-App

Der 78-Jährige wies darauf hin, dass das Thema auch bei stärkeren Tests nun wieder eine Rolle spielen werde.

„Ich finde, wir hätten mit der Corona-App sehr viel mehr erreichen können, wenn wir in der Frage Datenschutz in der Abwägung der verschiedenen Grundrechte ein bisschen besser balanciert gewesen wären“, stellte der Politiker gegenüber Moderatorin Sandra Maischberger fest.

Schäuble_Maischberger_Corona

Gegenüber Moderatorin Sandra Maischberger bedauerte Wolfgang Schäuble, dass mit der Corona-App nicht das erreicht wurde, was seiner Meinung nach möglich gewesen wäre.

Er erklärte, dass es zwar auch das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung gebe, doch auch das überwiege nicht alle anderen. "Da haben wir sicherlich manches versäumt", gab er zu.

Corona-App: Wolfgang Schäuble spricht über fehlendes Vertrauen

Außerdem betonte er: „Wir könnten mit der App, mit der Informationstechnologie, effizienter sein.“ Allerdings gebe es eine „öffentliche Debatte“ und viele, die gegen die App waren. „Deswegen hatte Jens Spahn ja auch immer gesagt: 'Wenn die alle dagegen sind, dann hat es ja gar keinen Sinn.'“

Man müsse daher die Menschen dafür gewinnen, dass sie die Corona-Warn-App nutzen. „Das ist der freiheitliche Ansatz, der braucht auch Vertrauen“, betonte Schäuble. (tsch)

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