Schluss mit Kurzstreckenflügen Viele Deutsche sind jetzt schon dafür

Annalena Baerbock_280521

Die designierte Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Grünen), hier im April 2021 zu sehen, sprach sich schon Mitte Mai gegen Kurzstreckenflüge aus. Auch fast jeder vierte Deutsche ist für eine Abschaffung.

Berlin – Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) hat sich schon Mitte Mai 2021 kritisch zum Thema Kurzstreckenflüge geäußert. Und auch immer mehr Deutsche würden die Flüge gerne abschaffen oder sie wenigstens verteuern lassen.

  • Mehrheit der Deutschen gegen Weiterführung von Kurzstreckenflügen
  • Annalena Baerbock (Grünen): „Kurzstreckenflüge sollte es perspektivisch nicht mehr geben“
  • Jeder zweite Deutsche für Tempolimit auf Autobahnen

Knapp jeder Vierte (24 Prozent) sprach sich in einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur eine Abschaffung aus. Rund jeder Dritte (34 Prozent) möchte Kurzstreckenflüge etwa durch eine Steuer verteuern, um sie unattraktiver zu machen.

Ein weiteres Viertel der Befragten (26 Prozent) sprach sich gegen jegliche Veränderung bei Kurzstreckenflügen aus - der Rest war unentschieden oder lehnte alle drei Möglichkeiten ab.

Alles zum Thema Olaf Scholz

Annalena Baerbock: Billigreisen sollen abgeschafft werden

Die designierte Kanzlerkandidatin und Parteichefin der Grünen, Annalena Baerbock, hatte Mitte Mai der „Bild am Sonntag“ gesagt: „Kurzstreckenflüge sollte es perspektivisch nicht mehr geben.“ Auch Billigpreise wie 29 Euro für Mallorca-Flüge dürfe es nicht mehr geben, wenn man es mit der Klimapolitik ernst meine.

Zuvor hatte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (62) dem Sender ProSieben gesagt, er sei dafür, gegen Billigflüge vorzugehen und eine Preisuntergrenze zu setzen. Baerbock betonte, dass gleichzeitig das Bahnnetz ausgebaut werden müsse und sie Kurzstreckenflüge nicht verbieten wolle.

Tempolimit auf Autobahnen: Jeder Zweite für Geschwindigkeitsbegrenzung

Jeder Zweite würde auch ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern oder weniger beantworten: 43 Prozent der Befragten wären für eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 Stundenkilometern auf Autobahnen, 7 Prozent für ein Tempolimit, das noch darunter läge. 17 Prozent wären für eine Begrenzung bei einem Wert von mehr als 130 Stundenkilometern. Rund jeder Vierte (27 Prozent) lehnt eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung ab.

Die SPD setzt sich in ihrem Wahlprogramm für ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern ein, ebenso die Grünen in ihrem noch nicht vom Parteitag verabschiedeten Programmentwurf. (dpa)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.