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Was macht er da auf dem Kopf? Alle lachen über Trump-Anwalt, niemand ahnt wahren Grund

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Im US-Senat hat das zweite Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump begonnen. Donald Trumps Verteidiger David Schoen versucht zum Auftakt, den Prozess wegen Verfassungswidrigkeit zu beenden. Dabei sorgt seine Trink-Geste für viel Verwunderung.

Washington/Tel Aviv – Bei dieser Geste sorgte einer der Anwälte des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump für jede Menge Verwunderung und Lacher in den sozialen Medien: David Schoen sprach am Dienstag (9. Februar, Ortszeit) vor dem Senat im Amtsenthebungsverfahren gegen Trump, dabei legte er während seinen Ausführungen mehrmals die Hand auf den Kopf, während er Wasser trank. Aber warum?

  • Trump-Anwalt David Schoen sorgt im Amtsenthebungsverfahren für Aufsehen
  • Er legte seine Hand auf den Kopf, während er Wasser trank
  • Jüdische Zeitungen haben eine unschöne Vermutung

Auf Twitter wurden die Szenen von David Schoen mehrfach geteilt: Der gläubige Jude schnappt sich während seiner Rede eine Flasche Wasser, setzt sie sich an den Mund und fängt an zu trinken. Dabei legt er seine Hand auf den Kopf. Währenddessen trägt er Argumente vor, warum das Impeachment-Verfahren angeblich verfassungswidrig sei. Zahlreiche Nutzer fragten sich anschließend: Warum tut er das?

Einige Nutzer machten sich über die Trinkgewohnheit lustig, vermuteten etwa, Schoen versuche, ein (nicht vorhandenes) Toupet festzuhalten.

Die Antwort ahnt kaum jemand, denn viele User wissen offenbar nicht, dass Schoen gläubiger Jude ist. Und nach jüdischem Religionsgesetz muss vor jedem Essen oder eben auch Trinken ein kurzer Segen gesprochen werden. Während man dies tut, muss der Kopf für gewöhnlich bedeckt sein. Zum Beispiel durch eine Kippa, die jüdische Kopfbedeckung, die auf dem Hinterkopf getragen wird. „Um Respekt zu zeigen und anzuerkennen, dass jemand über uns ist“, so erklärte es ein Rabbi „Fox News“.

Doch Schoen trug an jenem Tag keine Kippa, während er Trump im Senat vertrat. Vermutlich um keine Aufmerksamkeit auf seine jüdische Identität zu ziehen. Trotz seiner vermeintlich pro-israelischen Politik wanden sich zuletzt viele Juden in den USA kurz vor der Wahl von US-Präsident Donald Trump ab.

Impeachment gegen Donald Trump: Anwalt sorgt mit Trink-Geste für Verwunderung

Damit der Kopf des Anwalts während des Segens vor dem Wassertrinken aber trotzdem bedeckt ist, nahm er stattdessen die Hand. Auch das scheint mit dem Glauben konform zu sein.

Jüdische Medien hingegen haben eine ganz andere Vermutung: „Was Donald Trumps Anwalt vermutlich wollte: Dass die USA diesen Abend mit Gesprächen darüber verbringen, dass der Ex-Präsident nicht für den tödlichen Sturm auf das US-Kapitol verantwortlich war“, schrieb die „Jewish Telegraphic Agency“ dazu. „Was er stattdessen bekam: Hitzige Spekulationen darüber, warum er seine Hand jedes Mal über dem Kopf hielt, wenn er einen Schluck Wasser trank.“

Impeachment gegen Donald Trump: Sorgte Anwalt nur für Ablenkung

Also nur Ablenkung? David Schoen war Trumps zweiter Verteidiger, der zum Auftakt des Prozesses versuchte, das Verfahren wieder zu beenden. Er setzte gleich zum Angriff an, klagte, die Demokraten hätten das Verfahren nur eingeleitet, um Trump „von der politischen Bühne zu entfernen“. Ein Missbrauch des Impeachment-Verfahrens für politische Zwecke. Er mahnte: „Dieser sogenannte Prozess wird das Land zerreißen.“

Der Versuch der Anwälte, das Impeachment gleich zu Beginn zu stoppen, scheiterte. Der US-Senat hat das Amtsenthebungsverfahren mehrheitlich für verfassungsgemäß erklärt. (mg/dpa)

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