Gewinnt Trump US-Wahl? US-Experte lag immer richtig – jetzt bestätigt er Prognose 2020

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Donald Trump (hier am 31. Oktober in Montoursville): Gewinnt er die anstehende Wahl?

Washington – US-Historiker Allan Lichtman hat eine schier unheimliche Trefferquote bei der Vorhersage der US-Präsidentschaftswahlen. Nicht ohne Grund wird Lichtman das „Wahlorakel“ genannt. Jetzt hat er sich auf eine Vorhersage der Wahlen 2020 festgelegt. Wird sich Donald Trump im Amt halten können?

Seit 36 Jahren stellt Allan Lichtman seine Prognosen für den Ausgang der US-Wahlen vor. Seit 1984 lag er bis auf eine einzige Ausnahme stets richtig.

Auf Donald Trump hätte beispielsweise vor vier Jahren niemand gesetzt. Der damalige Außenseiter wurde von der breiten Öffentlichkeit belächelt und kaum ernst genommen. Auch die Umfragewerte sprachen bis zum Schluss weniger für Trump.

Allan Lichtman sagte vor vier Jahren Trump als Präsident vorher

Allan Lichtman war einer der wenigen, die Trump als Sieger vorhersahen. Und lag damit, wie wir heute alle wissen, natürlich richtig.

Auch bei anderen Wahlen stellte Lichtman seine Treffsicherheit unter Beweis. Kein Zufall, denn für seine Prognosen hat der US-Wahlexperte ein eigenes System entwickelt.

Für seine Vorhersagen greift Lichtman nicht etwa auf Umfragewerte oder Meinungsforschung zurück. Nach denen hätte er vermutlich auch vor vier Jahren nicht Trump, sondern Hillary Clinton als Siegerin gesehen – und hätte daneben getippt.

Seine Einschätzung beruft sich auf dreizehn „Schlüssel zum Weißen Haus“, wie auch eines seiner Bücher heißt. Wirtschaftszahlen, Konkurrenz und soziale Unruhen sind einige dieser Konstanten, auf denen seine Prognosen beruhen.

Allan Lichtmans „Schlüssel zum Weißen Haus“

Mindestens sechs dieser „Schlüssel“ müssen zutreffen, dann wird die aktuell regierende Partei von der anderen abgelöst. Zur Erinnerung: In den USA gibt es nur zwei Parteien, die Demokraten und die Republikaner.

Zusammenfassend könnte man seine These auf folgende Faustregel herunterbrechen: Sind die Menschen zufrieden, wählen sie die regierende Partei erneut, sind sie unzufrieden, wählen sie sie ab. Es geht also mehr um die Stimmung und die Partei, als um den Präsidenten.

Die Methodik entwickelte der Harvard-Absolvent, der an der renommierten American University in Washington, D.C. unterrichtet, nach einer Begegnung mit dem russischen Seismologen Wladimir Keilis-Borok. Letzterer schlug vor, die Verfahrensweise bei der Erdbebenvorhersage auf amerikanische Präsidentschaftswahlen anzuwenden: Anhand dieser arbeiteten sie Indikatoren heraus, die sie seit dem Sieg Abraham Lincolns 1860 als entscheidend ausmachten.

Hält sich Donald Trump 2020 im Amt? Wahlorakel Lichtman legt sich fest

Was zunächst wenig einleuchtend klingt, hat Lichtman in eine bestechend erfolgreiche Theorie gegossen. „Das Geheimnis liegt darin, das Gesamtbild der Stärke und Leistung des amtierenden Präsidenten im Auge zu behalten“, sagte Lichtman am Freitag dem US-Sender CNN.

„Achten Sie nicht auf die Umfragen, die Experten, die alltäglichen Höhen und Tiefen des Wahlkampfes.“ Es komme auf das Gesamtbild an.

In diesem Jahr hat sich Allan Lichtman ungewöhnlich viel Zeit gelassen. Doch kurz vor der heißen Phase der US-Präsidentschaftswahl hat sich das „Wahlorakel“ nun doch festgelegt. Donald Trump wird sich 2020 wohl geschlagen geben und das Amt des Präsidenten an die Demokraten abgeben müssen. So zumindest die Prognose des Experten.

Seine Einschätzung bestätigte er jüngst auch noch einmal gegenüber dem ARD-Weltspiegel. Demnach habe Trump nicht bloß 4, sondern sogar 7 „Schlüssel“ verloren und werde deswegen klarer Verlierer der US-Wahl 2020. (jv)

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