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Trump, Biden und Sanders Sind diese Oldies nicht viel zu alt fürs Weiße Haus?

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Wilson Jerman arbeitete mehr als 50 Jahre als Angestellter im Weißen Haus und diente in dieser Zeit insgesamt 11 US-Präsidenten. Dieses Symbolbild zeigt das Weiße Haus am irischen Feiertag St. Patricks Day am 17. März 2016.

Washington  – Wie heißt es so schön: Totgesagte leben länger! Beim „Super Tuesday“ vor einiger Zeit hatte sich der schon abgeschriebene Kandidat der Demokraten, Joe Biden, eindrucksvoll zurückgemeldet – mit zehn Siegen bei den Vorwahlen in 14 Bundesstaaten. 

Damit dürfte klar sein: Das Rennen um die Präsidentschaft wird ein Duell der alten Männer. Oldies for President: Biden ist 77, sein Rivale Bernie Sanders 78 – und Titelverteidiger  Donald Trump immerhin schon 73.

Der älteste Staatschef in der Geschichte der USA

Würde einer der drei Bewerber die Wahl gewinnen, wäre er der älteste Staatschef in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Nur zwei Präsidenten außer Trump regierten bisher jenseits der 70.

An der Spitze liegt Ronald Reagan (1911-2004). Er schied 1989 mit 77 Jahren aus dem Amt. Ferner gehörte Dwight D. Eisenhower ( 1890-1969) noch zum Club der Präsidenten-Methusalems. Zum Vergleich: Außer Konrad Adenauer (1876-1967), der mit 73 Jahren erstmals Kanzler wurde, war in der Bundesrepublik bisher kein Regierungschef älter als 66.

Trump, Sanders und Biden: Zu alt fürs Weiße Haus?

Vom Alter her lässt nicht unbedingt auf die Eignung schließen. Obwohl das Amt in puncto körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit dem Inhaber alles abverlangt, ist 70 und mehr heute anders als früher kein K.o.-Kriterium mehr.

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Der Titelverteidiger: US-Präsident Donald Trump. Bei einer Wiederwahl wäre er 74 Jahre alt.

Allein durch den medizinischen Fortschritt ist die Lebenserwartung konstant gestiegen. Entscheidend sind natürlich die individuelle persönliche Fitness oder mögliche Handicaps durch Krankheiten. Von Trump weiß man, dass er sich im Job nicht gerade verausgabt – vom twittern einmal abgesehen.

Joe Biden: Präsident mit 78?

Er wäre bei Amtsantritt 78 Jahre alt. Als ehemaliger Vizepräsident profitiert Biden vom Obama-Bonus, der Sehnsucht nach der Zeit, als der charismatische schwarze Präsident im Weißen Haus das Sagen hatte. Doch bis vor kurzem gab es noch erhebliche Zweifel, ob der liberale und moderate Biden noch fit genug ist.

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Herausforderer Joe Biden ist bereits 77 Jahre alt.  

Bedenken, die bei öffentlichen Auftritten und Fernsehdebatten immer wieder aufkamen. Dort leistete er sich peinliche Verhaspler, Patzer und Aussetzer. Mal verwechselte er Orte, mal seine Frau, mal das Amt, um das er sich bewirbt („Ich bin demokratischer Bewerber für den US-Senat“).

Kritiker spotteten, Biden sei schon überfordert, simple Gedanken in Worte zu fassen. In Umfragen fiel er dramatisch zurück. Doch „Onkel Joe“, wie er genannt wird, bekam jetzt eindrucksvoll die Kurve.

Bernie Sanders: Mit 79 Jahren noch Präsident?

Er wäre bei Amtsantritt 79 Jahre alt. Vor vier Jahren war er bei den Demokraten noch krasser Außenseiter. Das ist jetzt völlig anders. Sanders hat leidenschaftliche Fans, begeistert sehr viele junge Leute und kassiert eine beachtliche Zahl von Kleinspenden.

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Herausforderer Bernie Sanders ist  mit seinen 78 Jahren der älteste im Wahlkampf.

Der formell als Unabhängiger antretende Politiker vertritt seit eh und je die gleichen linken Positionen – etwa für eine Krankenversicherung für alle. Doch damit polarisiert der unabhängige Senator aus Vermont. Das Partei-Establishment ist gegen ihn, es fürchtet, mit einem Sozialisten keine Chance gegen den „America-First"-Nationalisten Trump zu haben.

Aber Sanders kämpft noch mit anderen Handicaps. Ein Herzinfarkt im Oktober hat Zweifel an seiner gesundheitlichen Stärke erhöht. Eine Sorge hat er aber weniger. Seine linke Konkurrentin Elizabeth Warren (70) warf im Rennen um die Präsidentschaft das Handtuch. Der „Super Tuesday“ endete für sie ohne Sieg.

Donald Trump: Welcher Oldie wird sein Gegner?

Noch ist offen, wer am Ende gegen Trump antreten wird, der bei einem Sieg 74 Jahre alt wäre. „Diese Kampagne wird Trump zum Teufel jagen“, verspricht Biden.

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Doch einfach wird das nicht. Trump dürfte alles auf die nationale Karte setzten, um Biden – für ihn ein Überbleibsel der verhassten Obama-Ära – oder Sozi Sanders ein Bein zu stellen.

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