Zum zweiten Mal in zwei Tagen Abgewählter Trump setzt seine erschreckende Serie fort

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US-Präsident Donald Trump steht bei einer Kundgebung am 6. Dezember in Georgia für die Wiederwahl der beiden republikanischen Senatoren D. Perdue und K. Loeffler mit geballten Fäusten am Rednerpult. Seine Regierung lässt den zweiten Häftling in zwei Tagen hinrichten.

Washington  – Eine erschreckende Serie von Hinrichtungen begleitet das ausklingende Ende der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump: Seine Regierung hat kurz vor dessen Ablösung zum zweiten Mal in zwei Tagen einen wegen Mordes verurteilten Schwarzen hinrichten lassen.

Alfred Bourgeois (56) wurde am Freitagabend (Ortszeit) im Gefängnis in Terre Haute im US-Bundesstaat Indiana mit einer Giftspritze getötet, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Der Lkw-Fahrer war im Jahr 2004 schuldig gesprochen worden, seine zweieinhalb Jahre alte Tochter missbraucht, gefoltert und getötet zu haben.

Erst am Donnerstag war im Gefängnis in Terre Haute Brandon Bernard (40) hingerichtet worden, obwohl sich zahlreiche prominente Unterstützer dagegen ausgesprochen hatten. Bernard war als 18-jähriges Gangmitglied wegen Mordes festgenommen und danach von einer Jury zum Tode verurteilt worden war.

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Donald Trump will bis Amtsübernahme drei weitere Todesurteile vollstrecken

Bis zur Amtsübernahme des siegreichen Trump-Herausforderers Joe Biden am 20. Januar will die US-Regierung nach Angaben des Death Penalty Information Centers noch drei weitere Todesurteile vollstrecken. Der künftige Präsident Biden – ein Demokrat – hat sich für die Abschaffung der Todesstrafe auf Bundesebene ausgesprochen. Der Republikaner Trump ist ein Befürworter der Todesstrafe.

US-Justizminister William Barr hatte 2019 eine Wiederaufnahme von Hinrichtungen auf Bundesebene angekündigt. Nach einem juristischen Tauziehen wurde im Juli vergangenen Jahres das erste Mal seit mehr als 17 Jahren wieder eine Todesstrafe auf dieser Basis vollstreckt. Seitdem wurden insgesamt zehn Menschen auf Veranlassung der Bundesregierung hingerichtet, unabhängig von der Vollstreckung von Todesstrafen in US-Bundesstaaten.

Hinrichtungen seit Juli: Fünf Weiße, vier Schwarze und ein amerikanischer Ureinwohner

Nach Angaben des Death Penalty Information Centers (DPIC) waren unter den seit Juli Hingerichteten fünf Weiße, vier Schwarze und ein amerikanischer Ureinwohner. Unter den drei weiteren Todeskandidaten, die bis zur Amtseinführung Bidens hingerichtet werden sollen, sind nach US-Medienberichten zwei Schwarze und eine weiße Frau. Sie wäre die erste Frau seit mehr als 60 Jahren, die auf Bundesebene hingerichtet würde. Ihre Hinrichtung ist für den 12. Januar geplant.

Nach Angaben des Death Penalty Information Centers (DPIC) haben inzwischen 22 der 50 US-Bundesstaaten plus der Hauptstadtbezirk Washington die Todesstrafe abgeschafft. In drei weiteren Bundesstaaten gilt ein Moratorium, wonach die Todesstrafe zwar noch verhängt, aber nicht mehr vollstreckt werden kann. Auf Bundesebene wurde die Todesstrafe zwischen 2003 bis Juli 2020 zwar verhängt, aber nicht mehr vollstreckt. (dpa/mg)

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