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Er spricht von „Beleidigung“ Facebook mit drastischer Strafe gegen Donald Trump

Donald Trump August 2020

Donald Trump (hier auf einem Foto aus dem August 2020) bleibt noch einige Zeit auf Facebook gesperrt.

Menlo Park – Ex-Präsident Donald Trump bleibt bei Facebook vorerst noch bis Anfang 2023 gesperrt. Das gab das Online-Netzwerk am Freitag bekannt. Danach werde man mit Hilfe von Experten abwägen, ob es immer noch ein Risiko für die öffentliche Sicherheit durch seine Facebook-Präsenz gebe.

  • Donald Trump bis Anfang 2023 auf Facebook gesperrt
  • Donald Trump war nach Sturm aufs Kapitol gesperrt worden
  • Wie geht es mit Ex-US-Präsident Donald Trump weiter?

Facebook, Twitter und YouTube hatten Trump im Januar kurz vor dem Ende seiner Amtszeit gesperrt. Auslöser war die Erstürmung des US-Kapitols durch seine Anhänger – und dass er Sympathie für die Angreifer bekundete. Außerdem behauptet er nach wie vor ohne jegliche Belege, dass ihm der Sieg bei der Präsidentenwahl im November durch Betrug gestohlen worden sei. Er heizte damit die Spannungen an.

Donald Trump auf Social-Media-Plattformen gesperrt

Facebook suspendierte Trumps Account damals bis auf Weiteres und legte diese Entscheidung seinem unabhängigen Aufsichtsgremium zur Prüfung vor. Das Gremium beließ die Entscheidung zwar in Kraft. Es bemängelte aber, dass eine unbefristete Sperre von den Facebook-Regeln nicht vorgesehen sei und wies das Online-Netzwerk an, den Fall noch einmal zu prüfen. Nun suspendierte Facebook Trump für zwei Jahre – die Frist läuft aber ab Anfang Januar dieses Jahres.

Trump kritisierte die Entscheidung als „Beleidigung“ von 75 Millionen Wählern, die für ihn bei der Präsidentenwahl im November gestimmt hätten. „Sie sollten nicht damit durchkommen, dass sie zensieren und zum Schweigen bringen – und am Ende werden wir siegen.“ Trump wiederholte dabei abermals seine nie mit Fakten untermauerte Behauptung, dass die Wahl manipuliert gewesen sei. 

Donald Trump: Rückkehr auf Social-Media-Plattformen weiter ungewiss

Sollte Trump zu Facebook zurückkehren dürfen, werde es harte Sanktionen geben, falls er gegen Regeln der Plattform verstößt, betonte das Online-Netzwerk. Sie könnten bis zu einer endgültigen Verbannung von der Plattform reichen.

Wenn Facebook 2023 zum Schluss kommen sollte, dass Trump weiterhin eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstelle, werde die Sperre um einen weiteren befristeten Zeitraum verlängert, hieß es.

Twitter betonte bereits, dass es für Trump keinen Weg zurück auf die Plattform gebe. Googles Videoplattform YouTube will hingegen sein Profil entsperren, wenn „das Risiko von Gewalt gesunken ist“. Ein Zeitraum dafür wurde bisher nicht genannt.

Donald Trump stellt eigenes Portal schnell wieder ein

Trump hat damit weiterhin keinen Zugang zu großen Online-Plattformen, während über eine mögliche Kandidatur bei der Präsidentenwahl 2024 spekuliert wird. Zuletzt versuchte er, seine Botschaften zusätzlich zu E-Mails über einen Blog-Bereich auf seiner Website zu erreichen. Es war eine Art Ein-Mann-Twitter, das aber nach wenigen Wochen wieder eingestellt wurde. Aus Trumps Entourage verlautet auch immer wieder, dass der Präsident eine eigene Social-Media-Plattform starten wolle. (dpa, so)

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