USA Tausende demonstrieren für Trump – der fährt im Panzer-Wagen durch die Menge

Trump winkt

Donald Trump winkt den Menschen zu, die am 14. November 2020 für ihn auf die Straße gegangen sind.

Washington – Tausende Anhänger von US-Präsident Donald Trump haben sich am Samstag in Washington zum Protest gegen die Abwahl des Amtsinhabers in Washington versammelt.

Die Demonstranten forderten trotz des Wahlsiegs seines demokratischen Herausforderers Joe Biden „vier weitere Jahre“ für Trump im Weißen Haus und prangerten einen angeblichen Wahlbetrug an. Trump winkte seinen Anhängern aus seiner Präsidenten-Limousine zu.

Trump winkt

Donald Trump winkt den Menschen zu, die am 14. November 2020 für ihn auf die Straße gegangen sind.

Donald Trump winkt Anhängern auf Demonstration zu

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Trumps Konvoi fuhr auf dem Weg vom Weißen Haus zu einem Golfclub an der Freedom Plaza vorbei, wo mindestens 10.000 Unterstützer des Präsidenten zu einer Kundgebung zusammengekommen waren. Dort wurde er mit lautem Jubel empfangen. Trump lächelte und winkte den Demonstranten zu (siehe auch Video oben).

Im Onlinedienst Twitter schrieb Trump, „hunderttausende“ Demonstranten seien in Washington für ihn auf die Straße gegangen. Seine Sprecherin Kayleigh McEnany behauptete gar, es seien mehr als eine Million Teilnehmer gewesen, was offensichtlich maßlos übertrieben war.

Trump-Demo

Etwa 10.000 Menschen haben in Washington für US-Präsident Donald Trump demonstriert.

Unterschiedliche Gruppierungen hatten dazu aufgerufen, am Samstag in Washington für Trump zu demonstrieren, unter ihnen auch Enrique Tarrio, Anführer der nationalistischen „Proud Boys“, und die Gruppe „Frauen für Trump“.

Nach der Demo kam es vereinzelt zu Schlägereien zwischen Anhängern und Gegnern des Präsidenten. Eine Person wurde durch Messerstiche verletzt, wie der TV-Sender Fox unter Berufung auf das Bürgermeisteramt berichtete. Auch zwei Polizisten seien verletzt worden und es habe 20 Festnahmen gegeben.

US-Demo

Am Abend kam es am Rande der Demonstration in Washington zu Schlägereien. Es gab mehrere Verletzte.

Der Präsident weigert sich weiterhin, seine Niederlage bei der Präsidentenwahl vom 3. November einzugestehen. Am Freitag schien er aber erstmals ein mögliches Einlenken anzudeuten: Die „Zukunft“ werde zeigen, wer das Land künftig regiere, sagte er in einem Nebensatz bei einer Ansprache im Rosengarten des Weißen Hauses.

USA: Bisher keine Hinweise auf Betrug bei Präsidentschaftswahl 2020

Am Freitag hatten die Fernsehsender CNN und ABC den früheren Vizepräsidenten Biden auch im umkämpften Südstaat Georgia mit seinen 16 Wahlleuten zum Sieger ausgerufen. Damit kommt Joe Biden auf 306 der landesweit 538 Wahlleute, für einen Wahlsieg brauchte er 270.

Der Amtsinhaber spricht seit Tagen ohne Belege von angeblichem Wahlbetrug und wirft den Demokraten vor, ihm die Wahl „stehlen“ zu wollen. Bislang haben die Wahlbehörden in keinem einzigen US-Bundesstaat größere Unregelmäßigkeiten gemeldet.

Am Donnerstag wiesen hochrangige Vertreter der US-Wahlbehörden Betrugsvorwürfe in einer gemeinsamen Erklärung entschieden zurück: Die Wahl am 3. November sei „die sicherste der amerikanischen Geschichte“ gewesen. (AFP, dpa, so)

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