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Zu viele Folgeprobleme Wieder alles anders: Bundeskanzlerin kippt Osterruhe

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Lebensmittelgeschäfte, wie dieser Discounter, aufgenommen am 6. März in Hannover, sollten am Gründonnerstag geschlossen bleiben. Diese Regelung wurde nun gekippt.

Berlin – Alles zurück auf den Anfang: Die erst wenige Stunden alte und hoch umstrittene Corona-Osterruhe wird es nicht geben. Die Kanzlerin macht einen Rückzieher und übernimmt die Verantwortung für die Verwirrung.

  • Angela Merkel kippt Corona-Osterruhe
  • Bundeskanzlerin: „Der Fehler ist mein Fehler“
  • So reagieren Laschet, Söder und Co.

Nach massiver Kritik und Verwirrung um die geplante Corona-Osterruhe hat Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Regelung aus den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen wieder gekippt.

Sie übernehme dafür die Verantwortung, wurde Merkel von Teilnehmern einer kurzfristig einberufenen Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch zitiert.

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„Es ist einzig und allein mein Fehler“, sagte Merkel später. Sie habe am Vormittag entschieden, die Verordnungen zur Osterruhe nicht auf den Weg zu bringen, sondern zu stoppen.

Osterruhe gekippt: zu viele Folgeprobleme

Begründet wurde die Entscheidung damit, dass zu viele Folgeprobleme entstanden wären, hätte man - wie beschlossen - den Gründonnerstag und Karsamstag zu Ruhetagen erklärt. Aufwand und Nutzen stünden in keinem guten Verhältnis, wurde Merkel von Teilnehmern der völlig überraschend einberufenen Runde mit den Länderregierungschefs zitiert.

Dem Vernehmen nach drückten die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten ihren Respekt für die Kanzlerin aus und betonten die gemeinsame Verantwortung.

Markus Söder: „Ich habe persönlichen Respekt“

  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)
  • NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU)
  • Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther (CDU)

Donnerstag und Samstag sollten Ruhetage sein

Nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Runde hatte sich Unmut vor allem daran entzündet, dass trotz fast zwölfstündiger Beratungen die Umsetzung zentraler Punkte noch offen war. Vorgesehen war, dass der Donnerstag und Samstag Ruhetage ähnlich wie Sonn- oder Feiertage sein sollten. Am Gründonnerstag sollte das gesamte wirtschaftliche Leben ruhen, am Karsamstag lediglich der Lebensmittelhandel im engeren Sinn öffnen können.

Offen war zunächst, ob es eine alternative Regelung geben soll, um die steigende Zahl der Corona-Neuinfektionen in den Griff zu bekommen. (dpa)

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