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Corona-Gipfel mit Merkel Nach dramatischer Warnung: NRW will neue Schließungen

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Angela Merkel und Armin Laschet, hier gemeinsam am 18. August in Düsseldorf, drängen vor dem Corona-Gipfel am Mittwoch auf eine Verschärfung der Maßnahmen.

Berlin – Jetzt schlägt die Kanzlerin erneut Alarm! Beim Treffen von Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer am Mittwoch steht wieder eine Menge auf dem Spiel.

Zwei Wochen nach der jüngsten Marathon-Sitzung in Berlin sollen die Corona-Maßnahmen weiter verschärft werden.

Die Bundeskanzlerin drängt laut einem Bericht der „Bild” vom Montag auf neue massive Einschränkungen für Gaststätten und Veranstaltungen.

Entscheidende Vorstöße sollen auch aus NRW kommen. Wie ntv berichtet, will Landeschef Armin Laschet am Mittwoch Vorschläge eines erarbeiteten Thesenpapiers zur Abstimmung stellen.

Plant Angela Merkel zweiten Lockdown?

Eine konkrete Quelle bei ihren Merkel-Berichten nannte „Bild“ nicht, das Blatt berief sich auf Angaben aus „informierten Kreisen” im Vorfeld des am Mittwoch geplanten Spitzentreffens der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Im Gegensatz zu dem Lockdown vom Frühjahr sollen dem Bericht zufolge aber Schulen und Kitas nicht geschlossen werden, abgesehen allerdings von Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen.

Auch der Einzelhandel solle offen bleiben, wenn auch mit zusätzlichen Einschränkungen. 

Angela Merkel schlägt Alarm: „Lage ist bedrohlich”

Zuvor soll Angela Merkel sich am Montag nach Informationen der Zeitung in einem dramatischen Appell an die CDU-Gremien gewandt haben. Zusammen mit Kanzleramtschef Helge Braun habe Merkel erklärt: „Die Lage ist bedrohlich.“ Es zähle jeder Tag.

So sei offensichtlich, dass die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nicht ausreichen. Es gäbe keine Verlangsamung des Infektionsgeschehens.

Und: Die Gesundheitsämter könnten Infektionsketten nicht mehr nachverfolgen.

NRW regt vor Corona-Gipfel mit Angela Merkel neue Corona-Maßnahmen an

Auch die NRW-Landesregierung geht offenbar von einer dramatischen Entwicklung aus, bei der „nach jetzigem Berechnungsstand zum Jahreswechsel weniger Beatmungsbetten zur Verfügung“ stünden als benötigt werden.

Als Folge drohen kurzfristig noch mehr Einschränkungen, vor allem im Freizeitbereich. Laschet äußert immer wieder, dass Schulen, Kitas und die Wirtschaft oberste Priorität hätten. Andere Bereiche müssten dafür noch weiter zurückstecken.

Corona-Gipfel: NRW schlägt Verbot für Kontaktsport und Veranstaltungen vor

So soll das Thesenpapier eine Schließung von Sport- und Freizeitangeboten in geschlossenen Räumen vorsehen. Auch Kontaktsport, Messen und Kongresse, andere Veranstaltungen und „Spezial und Jahrmärkte“ sollen demnach untersagt werden.

Ausgenommen von der Märkte-Regelungen seien lediglich Wochenmärkte, die der Lebensmittelversorgung dienen.

Angela Merkel warnt: Corona-Lage sei „hochdynamisch“

Nach der eindringlichen Warnung von Sonntag, dass Deutschland „sehr, sehr harte Monate“ bevorstünden, dürften die Vorschläge aus Nordrhein-Westfalen in Merkel eine Unterstützerin finden.

Sie mahnte unlängst, dass Deutschland bald in eine „schwierige Lage“ kommen könnte. Die Situation sei „hochdynamisch“. Die Zahl der Intensivbetten könnte deshalb schon bald knapp werden, wenn man das Infektionsgeschehen nicht schnellstmöglich verlangsame.

Am Mittwoch will sie bei erneuten Beratungen mit den Ministerpräsidenten neue Beschlüsse zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erreichen. Allen sei bewusst, dass jeder Tag zähle, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. „Also rechne ich auch mit Beschlüssen.”

Angela Merkel: Neue Beschlüsse am Mittwoch

Welche weitergehenden Schritte für die Bundeskanzlerin derzeit sinnvoll erscheinen, wollte Regierungssprecher Steffen Seibert mit Blick auf die noch anstehenden Beratungen nicht sagen. Seibert sagte, der drastische Anstieg der Corona-Neuinfektionen „führt zu einer in vielerlei Hinsicht ernsten Situation”.

So nehme der Anteil der älteren Infizierten wieder zu, die Nachverfolgung der Kontakte sei in vielen Kommunen nicht mehr möglich.

Corona-Kabinett berät am Montag über Impfstrategie

Das sogenannte Corona-Kabinett beriet laut Seibert am Montag auch über die Impfstrategie. Diese soll angewendet werden, sobald ein Impfstoff gegen das Coronavirus vorliegt.

Nach Angaben einer Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums sollen Risikogruppen einen möglichen Impfstoff zuerst erhalten. Dazu werde gerade ein Konzept erstellt. (so/dpa/ta/bc)

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