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Premier aus Klinik entlassen Boris Johnson: „Ich verdanke ihnen mein Leben“

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Boris Johnson, hier beim Besuch eines Technologie-Parks im März vor seiner Coronaerkrankung, dankte den Krankenhaus-Mitarbeitern. Der Premier hatte mehrere Tage auf der Intensivstation des St. Thomas' Hospital in London gelegen.

London – Artikel aktualisiert am 12. April um 14.36 Uhr – „Ich kann ihnen nicht genug danken. Ich verdanke ihnen mein Leben.“ Mit diesen Worten hat sich der Britische Premierminister Boris Johnson in einer knappen Mitteilung am späten Samstagabend bei den Mitarbeitern des Londoner St. Thomas' Hospital gedankt, in dem er nach einer Infektion mit dem Coronavirus mehrere Tage auf der Intensivstation verbracht hatte.

Johnson hatte zuvor nach Angaben der Regierung in London auch am Samstag „gute Fortschritte“ bei der Genesung von seiner Covid-19-Erkrankung gemacht. Wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, erhielt Johnson im Krankenhaus täglich Briefe und Baby-Ultraschallbilder von seiner schwangeren Verlobten Carrie Symonds sowie Tausende Karten mit Genesungswünschen. Zudem habe er sich mit Filmen die Zeit vertrieben.

Boris Johnson darf Krankenhaus verlassen

Am Sonntag, 12. April, teilte ein Regierungssprecher mit, dass Boris Johnson aus dem Krankenhaus entlassen worden sei. Er werde aber nicht sofort wieder mit seiner Arbeit beginnen.

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Johnson wird derzeit von Außenminister Dominic Raab vertreten. Die Kompetenzen des Premierministers hat Raab aber nicht. Großbritanniens ungeschriebene Verfassung sieht keine klare Regelung für den Fall vor, dass der Regierungschef ausfällt. Es wird damit gerechnet, dass Johnson noch mehrere Wochen fehlen könnte.

Boris Johnson durfte Intensivstation verlassen

Boris Johnson war am Wochenende auf eine normale Station verlegt worden, teilte eine Regierungssprecherin am Donnerstagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Johnson war wegen seiner Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation behandelt worden.

Er sei „extrem guter Dinge“ hieß es in einer Mitteilung. Er sei nun in der frühen Phase seiner Genesung und werde weiterhin genau beobachtet.

Wann Johnson die Regierungsgeschäfte wieder übernehmen kann, war zunächst unklar. Britische Medien rechneten damit, dass es Wochen dauern könnte. Vertreten wird Johnson solange von Außenminister Dominic Raab. 

US-Präsident Donald Trump: „Großartige Neuigkeiten“

US-Präsident Donald Trump, der sich in vergangenen Tagen mehrfach besorgt angesichts des Zustands von Johnson gezeigt hatte, verbreitete die Nachricht umgehend auf Twitter. „Großartige Neuigkeiten“, schrieb er auf Twitter und fügte hinzu: „Gute Besserung Boris!!!“

Boris Johnson war am Montag (6. April) auf die  Intensivstation des staatlichen St. Thomas' Hospitals nahe des Parlaments gebracht worden. Nach Regierungsangaben handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme.

Boris Johnson auf Intensivstation: Zustand verschlechtert

Der Zustand des an Covid-19-Erkrankten Regierungschefs hatte sich verschlechtert, bestätigte eine Regierungssprecherin am späten Montagabend, 6. April, in London. Der 55-Jährige war am Sonntag, 5. April, ins Krankenhaus gebracht worden. Wie schlecht es dem Politiker im Detail geht und ob er beatmet werden musste, ist aktuell noch nicht bekannt.

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Am Wochenende (3. April) twitterte Boris Johnson noch fröhlich aus der heimischen Quarantäne. Am 6. April verschlechterte sich der Gesundheitszustand des britischen Premierministers derart, dass er auf die Intensivstation verlegt wurde.

Er hatte seine Infektion mit dem neuartigen Erreger bereits am 27. März 2020 öffentlich gemacht. Zunächst arbeitete er isoliert im Regierungssitz in der Downing Street weiter. In seinen Videobotschaften zur Pandemie gab er sich optimistisch.

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Er selbst wirkte aber bereits deutlich angeschlagen und hatte auch sichtbar an Gewicht verloren. Später musste er dann aber wegen anhaltender Symptome in die Klinik gebracht werden.

Boris Johnson auf Twitter: „Routinetests"

Er sei auf Anraten seines Arztes „zu einigen Routinetests" ins Krankenhaus gegangen, hatte Johnson am Montag noch per Twitter mitgeteilt. Nach Angaben eines Regierungssprechers litt er unter Fieber und Husten.

Einige britische Medien schrieben hingegen von einer schweren Erkrankung der Lunge; Johnson wurde demnach bereits beatmet. Außenminister Dominic Raab, den Johnson noch selbst mit den Regierungsgeschäften beauftragte, vertrat ihn auf einer Sitzung.

Genesungswünsche von Angela Merkel und Donald Trump

Bundeskanzlerin Angela Merkel wünschte dem Premierminister viel Kraft und gute Besserung. Sie hoffe, dass Johnson das Krankenhaus bald wieder verlassen könne, schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert im Kurznachrichtendienst Twitter.

US-Präsident Donald Trump zeigte sich bestürzt über die Nachrichten aus London. „Es war einfach so schockierend zu sehen“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. „Sie wissen, was das bedeutet, Intensivpflege ist eine große Sache in Bezug auf das, worüber wir sprechen. Das ist eine sehr große Sache, eine sehr beängstigende Sache.“

Trump sagte auch, man habe Johnsons Ärzten Unterstützung angeboten. „Wir werden sehen, ob wir helfen können.“ Er deutete an, dass es um die Behandlung mit Medikamenten geht, die noch nicht für die Behandlung einer Erkrankung mit dem Coronavirus zugelassen sind.

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron wünschten dem Regierungschef via Twitter eine schnelle Genesung. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg schrieb: „Viel Kraft, Boris, und werde bald gesund.“ Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon twitterte: „Meine Gedanken sind beim Premierminister und bei seiner Familie.“ Der britische Finanzminister Rishi Sunak teilte ebenfalls per Twitter mit, seine Gedanken seien bei Johnson und dessen schwangerer Freundin Carrie Symonds.

Johnson prahlte noch Anfang März: Corona-Patienten die Hände geschüttelt

Noch Anfang März 2020 hatte der Premierminister damit geprahlt, dass er Menschen in einem Krankenhaus, darunter Covid-19-Patienten, die Hände geschüttelt habe. Das werde er auch weiterhin tun, sagte er damals...

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Auch Johnsons schwangere Verlobte Carrie Symonds verbrachte nach eigenen Angaben eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit im Bett. Der Premier und Symonds hatten Ende Februar 2020 ihre Verlobung bekanntgegeben. Das Baby soll im Frühsommer auf die Welt kommen. (dpa/dok) 

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