Beim Gassigehen erschossen Polizei rätselt: War Zwölfjährige Ziel des Anschlags?

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Die  Polizei sucht nach dem Tod der Zwölfjährigen vor einer Tankstelle und einer McDonald's Filiale südlich von Stockholm in Botkyrka nach Spuren.

Stockholm – Der Tod eines zwölfjährigen Mädchens sorgt in Schweden für Aufregung. Das Kind war am Wochenende südlich von Stockholm von einer Kugel tödlich getroffen wurden. Noch ist unklar, ob das Mädchen Ziel des Anschlags war, oder ob mit den Schüssen andere Personen getroffen werden sollten.

Die Ermittlungen nach den Tätern laufen auf Hochtouren. Man habe bereits am Sonntag (2. August) mehrere Personen vernommen, aber bislang noch niemanden festgenommen, sagte der stellvertretende Chef der Stockholmer Polizei, Palle Nilsson, am Montag (3. August) dem Fernsehsender SVT.

Mord in Schweden: Polizei fahndet nach weißem Fahrzeug

Die Polizei fahndet nun unter anderem nach einem weißen Fahrzeug, das mit der nächtlichen Tat nahe einer Tankstelle in der Gemeinde Botkyrka bei Stockholm in Zusammenhang stehen soll. Zunächst war von einem Kastenwagen die Rede gewesen, später sprachen die Ermittler in einer Mitteilung aber davon, dass es sich um einen weißen Kombi-Pkw handele.

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Auch am Tag nach dem Mord kommen zahlreiche Trauernde und stellen Kerzen für das Mädchen auf. Die Zwölfjährige war nahe einer Tankstelle und einer McDonald'S-Filiale in der Gemeinde Botkyrka bei Stockholm getötet worden.

Das Mädchen war nach bisherigen Polizeierkenntnissen in der Nacht zum Sonntag vor der Tankstelle von einer Kugel getroffen worden und später an seinen Schussverletzungen gestorben.

Ob die Zwölfjährige das Ziel der Tat war, wollte Nilsson nicht kommentieren. Nach Informationen der Zeitung „Expressen“ sollen die Schüsse zwei kriminellen Männern in Schutzwesten gegolten haben, die sich am Tatort befunden haben. SVT berichtete, das Mädchen sei lediglich mit seinem Hund unterwegs gewesen.

Mord in Schweden: Waren Clan-Kriminelle die Täter?

Der Polizei sind im Raum Stockholm knapp 30 gewalttätige Personen mit Verbindungen zu kriminellen Netzwerken bekannt, die derartig schwere Straftaten verüben. „Diese Personen stehen hinter dem Großteil von Erpressungen, Raub, Drogenverkäufen, Sprengungen, Schüssen und Mordfällen in der Region“, sagte Nilsson. Manchmal komme es vor, dass auch Kinder in die Kriminalität hineingezogen würden. (dpa/susa)

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