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Gleich drei Mars-Missionen zur gleichen Zeit Rush Hour auf dem roten Planeten

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Der Mars ist so interessant, weil er a) der nächste Planet in unserem Sonnensystem ist b) gute Bedingungen für Leben hat und c) potenziell unter seine Oberfläche Wasserreserven schlummern. Canyons und trockenen Flussläufe lassen darauf schließen.

Köln – Da oben ist aber was los: In der Nähe des Mars gibt’s so etwas wie Stau. Zwei Sonden schwenkten diese Woche in die Marsumlaufbahn ein, Donnerstag soll ein NASA-Rover landen. Warum alles gleichzeitig? Weil im Juli und August 2020 der Mars der Erde am nächsten war.

  • Mars-Missionen: Chinesen und Vereinigte Arabische Emirate in der Umlaufbahn
  • Am 18. Februar landen die Amerikaner mal wieder auf dem Mars
  • Der Wettlauf in den nächsten Jahren: Elon Musk mischt mit bei bemannten Flügen

Eine Top-Konstellation, die es nur alle zwei Jahre gibt. Da nutzten eben viele die günstige Gelegenheit. Reisen zum Mars sind eine heikle Angelegenheit (auch unbemannt), da der Mars (im Gegensatz zum Mond) seine eigene Atmosphäre hat.

Weniger als die Hälfte aller Mars-Missionen waren erfolgreich. 2016 war die Sonde „Schiaparelli“ der europäischen ESA beim Landeanflug abgestürzt. Von 18 Landeversuchen waren nur zehn erfolgreich – neun durch die USA, einer 1971 durch Russland (der Kontakt brach aber 20 Sekunden nach der Landung ab).

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Der Mars ist aus vielen Gründen für uns Menschen so interessant. Er ist im Sonnensystem unserer Erde am nächsten gelegen, liegt nicht zu nah an der Sonne, was ein Überleben dort möglich machen würde und könnte einst Wasser auf seiner Oberfläche gehabt haben. Wasser gilt als Grundstoff für die Entwicklung von Leben. Die unzähligen Canyons und Flussbetten sprechen dafür, dass womöglich unter der Oberfläche noch Wasservorräte zu finden sind. Deshalb wollen alle dort hin. Dort könnte sich auch die Möglichkeit ergeben, eine menschliche Kolonie im All aufzubauen.

Die Mars-Mission Al-Amal

Am Dienstag eröffnete die Raumsonde der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) das Stelldichein am Mars. Al-Amal („Hoffnung“) schwenkte in die Umlaufbahn ein. Es ist die erste Raumsonde eines arabischen Landes (gestartet von Japan aus, Kosten: rund 165 Millionen Euro), sie soll Klimadaten des Roten Planeten sammeln und das erste vollständige Bild des Mars-Klimas über ein komplettes Jahr erfassen.

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Eine Illustration der Marssonde Al-Amal.

Wissenschaftliche Leiterin ist die Informatikerin und Staatsministerin für Naturwissenschaften Sarah al-Amiri (33) die bereits für die Software der 2009 und 2013 gestarteten Erdbeobachtungssatelliten DubaiSat 1 und DubaiSat 2 zuständig war.

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Sarah al-Amiri ist Informatikerin und Staatsministerin für Naturwissenschaften.

Die Emirate treiben auch ihr übriges Raumfahrt-Programm voran. Geplant ist eine Mond-Mission 2024, bei der ein unbemanntes Raumfahrzeug in einer bisher unerforschten Gegend landen soll. Der Golfstaat hofft neben wissenschaftlichen Erkenntnissen und positiven Effekten für die Wirtschaft auch auf Imagepflege.

Mars-Mission: Tianwen 1 ist da, landet aber erst später

Am Mittwoch erreichte die chinesische Raumsonde „Tianwen 1“ (deutsch: Fragen an den Himmel“) nach 202 Tagen und 470 Millionen Kilometern den Mars, schwenkte in seine Umlaufbahn ein. Die Sonde soll noch zwei oder drei Monate den Planeten umkreisen, und dann die Landung wagen (im ersten Marsversuch hat sich das bisher keine andere Nation getraut).

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Die chinesische Marssonde Tianwen 1

Mit an Bord ist einen Rover von der Größe eines Golfplatzfahrzeugs. Der soll die Beschaffenheit des Erdreichs untersuchen und Hinweisen auf Wasser unter der Oberfläche nachgehen. Eine Wetterstation soll Messungen des Oberflächenklimas machen. Geplant ist, in der flachen Mars-Gegend Utopia Planitia zu landen, wo 1976 die US-Sonde „Viking 2“ aufgesetzt hatte. Der zu „Tianwen 1“ gehörende Orbiter, der in der Mars-Umlaufbahn verbleibt, soll atmosphärische Messungen vornehmen und den Mars kartographieren.

Mit seiner ersten Mars-Landung will die junge Raumfahrtnation China zu den USA aufschließen.

Mars-Mission der NASA mit „Perseverance“ & „Ingenuity“

Am nächsten Donnerstag (25. Februar) soll der NASA-Rover „Perseverance“ (deutsch: Durchhaltevermögen) auf dem Mars landen. Mit an Bord: der Helikopter „Ingenuity“ (Einfallsreichtum). „Perseverance“ (2,2 Milliarden Euro teuer) sei der „größte, schwerste, sauberste und technisch ausgefeilteste sechsrädrige Geologe, der je ins All befördert wurde“, so die US-Raumfahrtbehörde.

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Eine Illustration des Mars-Rovers Perseverance.

Die Landung erfolgt im noch nie vor Ort untersuchten ausgetrockneten See „Jezero Crater“. Gelingt dies, wäre es der fünfte Rover, den die NASA zum Mars bringt (1997: „Sojourner“, 2004 „Spirit“ und „Opportunity“, 2012 „Curiosity“ und 2018 „InSight“; nur „Curiosity“ und „InSight“ kommunizieren noch mit der Erde). „Perseverance“ soll nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen, Klima und Geologie des Planeten erforschen und Proben nehmen.

Erstmals sind auch Mikros mit an Bord – und mit dem Hubschrauber (an dem auch die Europäischen Raumfahrt Agentur ESA beteiligt ist) soll der erste Flug eines Fluggeräts auf einem anderen Planeten gestartet werden. Außerdem sind drei winzige Chips mit den Namen von elf Millionen Menschen dabei (man konnte sich dafür bewerben) und sogar eine kleine Gedenkplakette für die Opfer der Corona-Pandemie.

Mars-Missionen: Das kommt in den nächsten Jahren

  • Im
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  • 2024
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  • 2026
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Tesla-Gründer Elon Musk will früher als NASA und Co. zum Mars fliegen, unbemannt und bemannt. Gerade explodierte aber eine seiner unbemannten Raketen. Ein herber Rückschlag.

  • Bemannte Mars-Missionen:

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