Apokalyptische Bilder Mindestens 26 Tote bei Bränden in USA, Kleinstädte abgebrannt

Neuer Inhalt

Die Golden Gate Bridge ist durch die anhaltenden Waldbrände in orangefarbenem Licht  getaucht. Die Aufnahme entstand am 9. September 2020.

Portland – Schon jetzt haben die Waldbrände an der Westküste der USA historische Ausmaße erreicht – und vielerorts brennt es weiter.

Zehntausende sind vor den Flammen auf der Flucht, Dutzende Menschen werden vermisst. Die Wetteraussichten versprechen ein wenig Besserung.

US-Westküste: 26 Tote bei Waldbränden

Bei den verheerenden Waldbränden an der Westküste der USA sind laut Medienberichten bisher mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. In Washington, Oregon und Kalifornien, den drei Bundesstaaten entlang der Küste, waren zudem Dutzende Menschen als vermisst gemeldet, lokale Behörden befürchteten weitere Todesopfer.

Neuer Inhalt (4)

Feuerwehrleute überwachen einen kontrollierten Brand entlang der Nacimiento-Fergusson Road in Kalifornien. Unzählige Feuerwehrleute und sogar das Militär kämpfen gegen die Waldbrände an der US-Westküste. Die Aufnahme entstand am 12. September 2020.

Zehntausende Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, Hunderttausende sind angewiesen, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten.

USA: Fünf Millionen Acres Wald abgebrannt

Laut „New York Times“ sind in den vergangenen Wochen rund fünf Millionen Acres Waldgebiet abgebrannt. Das entspricht rund 20.200 Quadratkilometern, in etwa die Fläche von Rheinland-Pfalz oder Sachsen-Anhalt.

Neuer Inhalt (1)

Die Satellitenaufnahme der Nasa zeigt dichte Rauchwolken über der Westküste der USA. Die Aufnahme entstand am 8. September 2020.

Waldbrände lodern in einem Dutzend Staaten im Westen der USA, darunter in Utah, Wyoming, Arizona, Colorado oder Idaho, wie die Bundesbehörde National Interagency Fire Center mitteilte.

US-Westküste: Feuerwehr und Militär rund um die Uhr im Einsatz

Fast 28.000 Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte kämpfen laut der Behörde in der gesamten betroffenen Region gegen die Flammen an. Auch mehr als 200 Soldaten halfen im Kampf gegen einen der Brandherde in Kalifornien mit.

Neuer Inhalt (6)

Starke Winde, Trockenheit und Hitze verschärfen die Lage in den kalifornischen Waldbrandgebieten. Die Aufnahme entstand am 9. September 2020.

Die Luftqualität erreichte Ärzten zufolge im Westen ein gesundheitsschädliches Niveau, so CNN. Dies könne Menschen auch empfänglicher für das Coronavirus machen, hieß es.

Waldbrände in den USA: Kleinkind unter den Opfern

Zu den landesweiten Todeszahlen gab es bis zum frühen Samstagmorgen (Ortszeit) leicht unterschiedliche Angaben. CNN und die Zeitung „USA Today“ berichteten Samstag von 26 Toten: 20 in Kalifornien, fünf in Oregon und einem Opfer in Washington.

Der Sender ABC hatte am Mittwoch berichtet, dass es sich dabei um ein erst ein Jahr altes Kleinkind gehandelt hatte, das zusammen mit seinen Eltern von den Flammen einkesselt worden war.

USA: Zehntausende auf der Flucht vor den Flammen

In ihrem täglichen Statusbericht am Freitag bestätigte die kalifornische Feuerbehörde Cal Fire zunächst nur 19 Tote für den „Golden State“ durch die Brände der vergangenen Tage und Wochen.

Dafür war laut „The Oregonian“ am Freitagabend die Zahl der Opfer im nördlichen Nachbarstaat bereits auf sieben gestiegen. Inklusive des Kindes in Washington wären damit bereits 27 Todesopfer bestätigt.

Neuer Inhalt

Feuerwehrmänner kämpfen in Mariposa County gegen die Flammen. An der ganzen US-Westküste lodern verheerende Waldbrände. Die Aufnahme entstand am 7. September 2020.

Zehntausende Menschen waren in Oregon auf der Flucht vor den Flammen, immer näher kommen die Brände auch an die Großstadt Portland. Die Einwohner von Estacada, einer rund 50 Kilometer südlich gelegenen Kleinstadt, sind bereits zum Verlassen ihrer Häuser aufgerufen worden.

Dürre in Oregon treibt Feuer weiter voran

In diesem Jahr waren in Oregon laut „New York Times“ wegen großer Trockenheit besonders die Böden im Nordwesten des Staates ausgedörrt, wodurch die Brände auch in Regionen vordringen, die typischerweise nicht von Feuern betroffen sind.

Neuer Inhalt (2)

Desiree Pierce sitzt weinend in den Trümmern ihres Hauses in Talent im US-Bundesstaat Oregon, das bei den verheerenden Waldbränden in den USA zerstört wurde. Die Aufnahme entstand am 11. September 2020.

In dem Bundesstaat hätten 40.000 Anwohner ihre Häuser verlassen müssen, teilte die Gouverneurin von Oregon, Kate Brown, am Freitag mit. Darüber hinaus seien 500.000 Menschen in Gebieten mit Warnstufen unterschiedlicher Dringlichkeit aufgerufen, sich auf mögliche Evakuierungen vorzubereiten.

USA: Ganze Städte sind abgebrannt

Schon am Mittwoch hatte Brown berichtet, dass fünf Kleinstädte nahezu komplett abgebrannt seien. Nach einer Hitzewelle mit starken Winden herrsche aber nun kühleres Wetter mit abflauenden Winden und der Aussicht auf Regen. Es gebe Hoffnung, dass sich dadurch die Brände langsamer ausbreiten.

Neuer Inhalt

Ein ausgebrannter Wagen steht auf einer Lichtung in Butte County in Kalifornien. Das Foto entstand am 9. September 2020.

Auch die Behörden in Kalifornien berichteten am Freitag von leicht besseren Wetterbedingungen.

Gouverneur Gavin Newsom: „Wir befinden uns in einer Klimakrise“

Im dem südlich an Oregon grenzenden Bundesstaat waren am Freitag über 14.800 Feuerwehrleute gegen 28 größere Feuer im Einsatz. In einer Brandzone im Bezirk Butte County knapp 300 Kilometer nördlich von San Francisco waren am Freitagabend noch 19 Menschen als vermisst gemeldet.

„Wir befinden uns in einer Klimakrise“, erklärte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom am Freitag bei einem Ortsbesuch in den ausgebrannten Wäldern nahe der Ortschaft Oroville.

Alles zum Thema USA
  • „Die zwei Millionen sind da“ FC-Personalien: Baumgart plant fest mit Kilian – zwei Abgänge stehen fest
  • Trendsport wächst rasant Pickleball-Welle schwappt nach Köln: Was steckt dahinter?
  • Verbotene Liebe Justizbeamtin verhilft Mörder zur Freiheit und bezahlt mit dem Leben
  • Bei Bauarbeiten verschandelt Kult-Stadion wird für WM komplett umgekrempelt
  • Neuer Fund nach Schweineherz-Transplantation Ist ein Virus Schuld am Tod des Patienten?
  • Horror-Unfall bei US-„Supertalent“ Zaubertrick endet im Rollstuhl – prominente Verlobte äußert sich
  • „Wir hörten sie schreien“ Frau macht grauenhafte Entdeckung in ausgetrocknetem See
  • „Der weiße Blitz“ Leichtathletik-Sensation Matthew Boling wandelt auf den Spuren des großen Carl Lewis
  • Donald Trump Nach Twitter-Übernahme von Elon Musk: So reagiert der Ex-US-Präsident
  • Vitali Klitschko platzt der Kragen Gerhard Schröder muss jetzt harte Konsequenzen fürchten

Viele Wissenschaftler hätten diese Entwicklung schon vor Jahren vorausgesagt. Es gilt unter Wissenschaftlern als sicher, dass die Klimakrise Trockenheit, Hitze und Wetterextreme verschärft, die zu heftigeren Waldbränden beitragen. Schon jetzt zählen sechs der derzeitigen Brände zu den 20 größten in der Geschichte Kaliforniens seit Beginn der Aufzeichnungen um 1930. (dpa)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.