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Mallorca ohne Quarantäne Kein Risikogebiet mehr: Eurowings hat weitere gute Nachricht

Mallorca_Flughafen

Urlaub auf Mallorca ist seit dem 14. März 2021 endlich wieder ohne Quarantäne möglich. Eurowings kündigte bereits Zusatzflüge ab dem 18. März für die Balearen-Insel an. Das Foto wurde am 14. März am Flughafen in Hamburg aufgenommen.

Berlin/Palma – Diese Nachricht wird viele Deutsche freuen: Urlaub auf Mallorca ist seit dem 14. März 2021 endlich wieder ohne Quarantäne möglich. Nach der Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca ziehen die Flugbuchungen für die Lieblingsinsel der Deutschen deutlich an. Der größte Anbieter Eurowings sprach am Sonntag von Buchungen „in einer bisher nicht gekannten Dynamik” und legte kurzfristig 300 zusätzliche Flüge für die Osterzeit auf. 

  • Mallorca-Urlaub ohne Quarantäne nach Rückkehr wieder möglich
  • Auch Menorca, Ibiza und Formentera keine Corona-Risikogebiete mehr
  • Eurowings will ab 18. März mit Zusatzflügen beginnen

Gleichzeitig werden die Forderungen lauter, Urlaub auch in Deutschland wieder zu ermöglichen. Denn: Während die Flugbuchungen für die Balearen sprunghaft ansteigen, gucken etwa Hoteliers auf Sylt und Rügen weiter in Röhre. Osterurlaub nur in der Ferne? Ist das wirklich eine gute Idee?

„Für mich wäre es schwer vorstellbar, dass auf Mallorca Urlaub möglich ist, aber im Schwarzwald Hotels noch geschlossen bleiben”, sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), der

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Deutschen Presse-Agentur.

Mallorca: Seit Sonntag (14. März) Urlaub ohne Quarantäne wieder möglich

„Das wäre eine ganz bittere Botschaft.” Seit Sonntag (14. März 2021) ist Urlaub auf Mallorca zwei Wochen vor Beginn der Osterferien in den meisten Bundesländern wieder ohne Quarantäne und Testpflicht bei Rückkehr möglich. Auch die Gastronomie auf Mallorca ist inzwischen wieder geöffnet.

Da Deutschland aus spanischer Sicht aber weiter als Risikogebiet gilt, müssen Touristen bei Einreise nach Spanien einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Außerdem muss man ein digitales Einreiseformular ausfüllen. Das sind allerdings die einzigen verbliebenen Beschränkungen.

Auch die anderen Balearen-Inseln – darunter Menorca, Ibiza und Formentera – sowie Teile des spanischen Festlands, darunter die Küstengebiete Murcia und Valencia mit vielen Urlaubszielen, sind seit Sonntag keine Corona-Risikogebiete mehr.

Mallorca: Eurowings will am Donnerstag (18. März) mit Zusatzflügen starten

Das gilt auch für den gesamten Norden Portugals, die Region Nordjylland in Dänemark sowie die Bahamas in der Karibik. Bereits am vergangenen Wochenende (6./7. März) war die Reisewarnung für die beliebte kroatische Urlaubshalbinsel Istrien aufgehoben worden.

Entscheidend für einen solchen Schritt ist, dass die Infektionszahlen die Marke von 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche unterschreiten. Auf den Balearen lag dieser sogenannte Inzidenzwert am Freitag bei 21,3.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings will bereits am Donnerstag mit den Zusatzflügen nach Mallorca starten. Am Sonntag waren alle fünf Flüge auf die Insel ausgebucht, für zwei Verbindungen wurden nach Angaben einer Sprecherin extra größere Maschinen eingesetzt.

Reisen nach Spanien nicht im Sinne der Bundesregierung

„Die plötzlichen Buchungseingänge sowie die entsprechenden Zusatzflüge verteilen sich quer über das ganze Land”, hieß es in einer Erklärung des Unternehmens.

Der größte Reiseveranstalter Tui hat angekündigt, nächstes Wochenende die ersten Hotels auf Mallorca wieder zu öffnen und Flüge von Hannover, Frankfurt und Düsseldorf anzubieten. Die Bundesregierung hat damit eine Entwicklung angestoßen, die sie eigentlich gar nicht beabsichtigt.

In ihrem jüngsten Beschluss vom 3. März appellieren Bund und Länder „eindringlich” an alle Bürger, „auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland” zu verzichten. Diese Haltung hat sich auch mit der Streichung Mallorcas und anderer Gebiete von der Corona-Risikoliste nicht geändert.

Tourismusbeauftragter Thomas Bareiß (CDU) spricht sich für Tests statt Quarantäne aus

Das Auswärtige Amt warnt zwar seit Sonntag nicht mehr vor Reisen dorthin, aber es rät in seinen Reisehinweisen im Internet weiterhin von „nicht notwendigen, touristischen Reisen” ab – mit sehr begrenztem Erfolg, wie man an den Flugbuchungen ablesen kann.

Die Interessenlage scheint innerhalb der Bundesregierung auch nicht einheitlich zu sein. Der Tourismusbeauftragte Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, freute sich am Sonntag über „ein schrittweises Öffnen in Europa”.

Sympathien zeigte der CDU-Politiker auch für die Forderung der Reiseveranstalter, die Quarantänepflicht für Rückkehrer aus dem Ausland ganz aufzuheben und stattdessen auf verstärkte Tests zu setzen. „Das zielt in die richtige Richtung”, sagte er.

Rückkehrer aus Risikogebieten müssen in Quarantäne

Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten müssen derzeit zehn Tage in Quarantäne, von der man sich aber mit einem negativen Test nach fünf Tagen befreien kann. Das gilt derzeit noch für die meisten Regionen Europas, darunter alle Urlaubsziele in Italien, Frankreich, Österreich oder Griechenland.

Besonders wichtig ist Bareiß, dass die einheimische Tourismusbranche nicht unter die Räder gerät. Danach sieht es im Moment aber aus. Bis zum 28. März gilt der Lockdown für Beherbergungsbetriebe. Wie es danach weitergeht, wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten erst am 22. März entscheiden.

Die Chancen für eine baldige Lockerung sinken Tag für Tag mit den steigenden Infektionszahlen in Deutschland. Die 7-Tages-Inzidenz lag am Sonntag bereits bei 79 – fast vier Mal so hoch wie auf den Balearen.

RKI sagt steigende Inzidenzzahlen voraus

Für die Woche nach Ostern prognostizierte das Robert Koch-Institut (RKI) am Wochenende höhere Zahlen als rund um Weihnachten. Die Inzidenz könnte dann bei 350 liegen.

Falls die Hotels weiter geschlossen bleiben, wäre das für die einheimische Tourismusbranche dramatisch.

Nach Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) ist der Umsatz im Gastgewerbe in den vergangenen zwölf Monaten um 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen. 72,2 Prozent der Unternehmer würden um ihre Existenz bangen. (dpa/jba) 

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