Video mit heftigen Szenen kursiert im Netz Leipzig: Fahrscheinkontrolle eskaliert

Straßenbahn_Leipzig_Symbol_18072020

Eine Fahrscheinkontrolle in Leipzig eskalierte heftig. Unser Symbolfoto zeigt wartende Fahrgäste warten an einer Straßenbahnhaltestelle der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) im April 2012.

Leipzig – Die Polizei ermittelt nach einer Auseinandersetzung vor einer Leipziger Straßenbahn wegen des Verdachts auf Körperverletzung gegen einen Kontrolleur der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und einen Fahrgast, den er gewürgt haben soll. Der Vorfall habe sich bereits am Donnerstagabend (16. Juli) ereignet, sagte ein Sprecher der Leipziger Polizei am Samstag.

Leipzig: Fahrscheinkontrolle eskaliert

Nach aktuellem Ermittlungsstand seien ein 28 Jahre alter Fahrgast und seine 27 Jahre alte Begleiterin ohne Fahrschein und Ausweis in der Bahn kontrolliert worden. Sie hätten sich nach Angaben der LVB-Mitarbeiter „renitent“ verhalten, sagte der Polizeisprecher.

Hier lesen Sie mehr: Frage geklärt – Bekommen KVB-Kontrolleure „Provision“, wenn sie Schwarzfahrer erwischen?

Als sie aus der Bahn ausstiegen, kam es demnach zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit den Kontrolleuren. Dabei hielt ein 56 Jahre alter Angestellter der LVB den 28-Jährigen den Angaben zufolge im Würgegriff am Boden fest.

Ein Video, das von Mitarbeitern des Stadtmagazins „Kreuzer“ am Freitagabend veröffentlicht und von Medien aufgegriffen wurde, soll die Szene zeigen.

Leipzig: Kontrolleur nach eskalierter Kontrolle freigestellt

Als die Polizei eintraf, habe sich die Lage bereits wieder friedlich dargestellt, sagte der Sprecher.

Die Verkehrsbetriebe teilten am Freitagabend mit, der LVB-Kontrolleur sei mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt worden. „Eine solche Eskalation, wie es die Bilder im Video zeigen, ist für uns nicht akzeptabel“, hieß es etwa bei Twitter.

Am Samstagvormittag teilte die Polizei Sachsen mit: „Die Ermittlungen laufen in enger Zusammenarbeit der Staatsanwaltschaft Leipzig, die das Tatgeschehen als Anfangsverdacht einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil des 28-Jährigen einklassifiziert hat.“ (dpa, sku)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.