Unglaubliche Geschichte Fahrer entdeckt Baby-Katze im Radkasten – nach 600 Kilometern

Katze_Mittelhesse_Autowerkstatt

Katze «Carly» sitzt in einem Pappkarton auf einer roten Decke. Wohl Hunderte Kilometer weit ist eine kleine Katze quer durch Deutschland im Radkasten eines Autos bis nach Mittelhessen gefahren. Die Katze konnte nach einiger Überredungskunst wohlbehalten in Fernwald (Landkreis Gießen) aus ihrem Versteck befreit werden, wie ein Mitarbeiter der Autowerkstatt, bei der der Autofahrer am Dienstag Hilfe gesucht hatte, berichtete. 

Fernwald – Was für eine Geschichte: Mitarbeiter einer Autowerkstatt in Mittelhessen haben nach eigenen Angaben im Radkasten eines Autos eine kleine Katze entdeckt.

Auf Facebook postete die Werkstatt Bilder von dem blinden Passagier und erzählt: „Dieses süße Kätzchen hat sich bei unserem Kunden, Sebastian Sokolowski, hier in der Bildmitte, im Radkasten seines Fahrzeuges versteckt. Mit der Hilfe der Werkstatt Bosch Fetzer und unserem autoexpo-Kollegen gelang es nach einigen Montagearbeiten den blinden Passagier zu befreien.“

Mechaniker entdeckt kleine Katze im Radkasten von Auto

Wie sich herausstellte, hatte der kleine Tiger schon eine ganz schön lange Reise hinter sich gebracht: „Es stellte sich heraus, dass das Findelkind schon 600 km im Radkasten mitgefahren sein muss und erst acht Wochen alt ist. Nach einem Tierarztbesuch hat die kleine Carly, so heißt sie nun, ein liebevolles Zuhause bei einer autoexpo-Kollegin gefunden. Sie ist gesund, spielt schon ordentlich und hat einen Bärenhunger“, heißt es in dem Beitrag.

Ein Paar, das mit dem Wagen unterwegs war, hatte die Werkstatt aufgesucht, weil die Frau während der Fahrt Miau-Geräusche aus dem Motorraum gehört habe, sagte Werkstattmitarbeiter Thomas-Alexander Karbe am Freitag.

Das Tier sei in der Werkstatt in Fernwald (Landkreis Gießen) unversehrt aus dem Radkasten befreit worden. „Hit Radio FFH“ hatte zuvor darüber berichtet.

Katze fährt unbemerkt 600 Kilometer in Auto mit 

Der Autofahrer habe den Wagen nach eigenen Angaben an der deutsch-polnischen Grenze gemietet und sei schon etwa 600 Kilometer unterwegs gewesen, berichtete Karbe.

Vorne links im Radkasten des Wagens habe der Mechatroniker dann beim Auseinandernehmen des Autos ein kleines Fellbüschel entdeckt. Woher die Katze stammt und wann sie in den Wagen gelangte, ist unklar.

Ein Fahrzeugexperte des TÜV Hessen erklärte am Freitag, dass es denkbar sei, dass das Tier eine solche Fahrt im Auto überstehen kann.

Happy End auf Facebook: Katze Carly findet nach Spritztour neue Besitzerin

Möglich sei ein Szenario, bei dem die Katze über das Rad nach oben gekrabbelt und unter die sogenannte Radhaushinnenschale geschlüpft sei. Über die glatte Oberfläche könnte die Katze in einen Hohlraum gerutscht sein.

Der den Angaben zufolge etwa acht Wochen alten «Carly», wie sie demnach mittlerweile getauft wurde, hat ein Tierarzt beste Gesundheit bescheinigt, wie Karbe sagte und er betonte: „Diese Rettungsaktion werden Carly und wir so schnell nicht vergessen.“(red/dpa)

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