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Hätten Sie es gewusst? Karnevalisten aufgepasst: Das bedeuten Alaaf, Helau und Co.

Karnevalisten feiern einen Straßenumzug

Den Ausruf „Alaaf!“ hört man im Kölner Karneval an allen Ecken. Doch was bedeutet er eigentlich?

Köln. Zum Karneval gehören ein ordentliches Kostüm, jecke Musik und die richtige Begrüßung! Mit einem einfachen „Hallo“ kommt man an Fastelovend nicht weit, da heißt es: „Alaaf!“ „Helau!“ oder mancherorts sogar „Ahoi!“

Jede Region hat ihren eigenen Karnevalsruf und der wird dann auch lautstark verkündet. Doch was bedeuten die Ausrufe eigentlich? 

Fest steht: Sogar der Duden hat die Karnevalswörter bereits aufgenommen. Dort wird „Alaaf“ als „all(es) ab, (= alles andere weg)“ übersetzt. Wie „alles ab“?

Karneval 2020: Daher stammt der Ausruf „Alaaf“

Klärung bringt das Buch „Alaaf! Ein Kölner Hochruf“ des Sprachwissenschaftlers Heribert A. Hilgers. Der Autor erforschte jahrzehntelang die kölsche Sprache und wusste ganz genau, was hinter dem närrischen Jubelruf steckt.

In Köln denke und jubele man anders. Für den, der alles andere abwerte, bleibe das, worauf es ihm ankommt, in einsamer Höhe stehen. „Also lautet der kölsche Hochruf »All af«, also »alles abwärts« oder »alles andere nieder«“, führt Hilgers aus.

„Wer zum Beispiel »All af, Kölle« ruft, will sagen: »Alles steht für mich unter Köln. Erst kommt Köln, dann lange gar nichts. Nichts geht mir über Köln«.“ Das werden die kölschen Jecken sicher so unterschreiben.

Düsseldorf: Deswegen ruft man an Karneval „Helau“

Doch wie sieht's bei unseren rheinischen Nachbarn aus? In Düsseldorf macht man sich mit einem „Alaaf“ bekanntlich wenig Freunde, die Landeshauptstadt setzt auf ein kräftiges „Helau!“ – und wo kommt's her?

Fest steht, der Begriff hat eine lange Tradition. In den 1830er soll das erste „Helau“ ertönt sein. Mittlerweile wird es auch in Mainz und Koblenz benutzt, doch über die Herkunft ist man sich bis heute uneins. 

Eine Theorie leitet das Wort auf „hellauf“ zurück, so wie in „hellauf begeistert sein“. Das „f“ und das zweite „l“ seien mit der Zeit verschwunden. Andere meinen den Ursprung des Ausrufs in der Kirche gefunden zu haben. So soll „Helau“ auf das aus der Bibel stammende  „Halleluja“ zurückzuführen sein. Sicher ist das jedoch nicht.

Karneval 2020: „Ahoi!“ und „Wau wau!“ außerhalb der Karnevalshochburgen

Doch auch außerhalb der Karnevalshochburgen wird die fünfte Jahreszeit gefeiert. Mit eigenem Karnevalsruf! So feiert man in Baden die „Fastnacht“ mit einem lauten „Ahoi!“. Der Begriff stammt aus der Seefahrt und wird als Begrüßungsfloskel vom Umzugswagen bzw. dem „Narrenschiff“ heruntergerufen. 

Während sich in Norddeutschland und in Teilen der Pfalz ebenfalls das „Ahoi“ etabliert hat, ruft man unter anderem in Nettersheim und im Umland von Bayreuth „Wau Wau!“. Einige Narren rufen auch „I-a!“ Ersteres ist zumindest um Bayreuth eindeutig erklärbar: Dort liegt der Ursprung in dem Wappen der Hohenzollern zurück. Das zeigt nämlichen einen Hund. (mei)

Das rufen die Narren in anderen Regionen:

  • „Awaaf!“
  • „Alleh hopp!“
  • „Puff-Puff-Puffer!“
  • „Äla!“
  • „Breetlook!“
  • „Alekerch Schepp Schepp!“
  • „Rumskedi!“
  • „Mantau!“
  • „Halt Pohl!“
  • „Käfer fleech!“
  • „Klappertüt!“
  • „Wupp-di-ka!“
  • „Juch-Hei!“
  • „Juh-Jah!“
  • „Trän Drop!“
  • „Kall du!“
  • „Maak Möt!“
  • „Schnack-üss!“
  • „He geck geck!“