In der kleinen Gemeinde Santa Eugènia auf Mallorca wurden Dutzende Überwachungskameras demontiert. Die Aktion folgte auf Berichte, dass das Dorf mit 2.000 Einwohnern eine höhere Kameradichte als London aufwies und die Installation anscheinend ohne Genehmigung erfolgte.
Kamera-Skandal auf MallorcaDorf hatte mehr Überwachung als London

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Überwachungskamera-System von Dallmeier mit PANOMERA Kameras und Vogelspikes am Mast unter Wolken.
Der sozialistische Bürgermeister von Santa Eugènia, José Luis Urraca, ließ am Freitag (28. November) mindestens 40 Überwachungskameras in dem kleinen Inseldorf abbauen. Diese Entscheidung kam nur eine Woche, nachdem das Online-Portal 'eldiario.es' die außergewöhnlich hohe Dichte der Geräte aufgedeckt hatte.
Noch am Dienstag hatte Urraca gegenüber der Presse behauptet, die Installation sei legal und diene lediglich als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, wobei die Kameras seit August abgeschaltet seien. Der plötzliche Abbau aller Geräte, sogar an der Fassade des Rathauses, wirft nun jedoch zahlreiche Fragen auf. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.
Opposition fordert lückenlose Aufklärung
Die Angelegenheit sorgt nicht nur in den Medien für Wirbel, sondern auch im Rathaus selbst. Pep Bonín, der Oppositionsführer der konservativen PP, verlangt nun eine vollständige Untersuchung des Vorfalls.
In einem offiziellen Antrag fordert Bonín Auskunft darüber, wer Zugang zu den aufgezeichneten Daten hatte und ob es entsprechende Zugriffsprotokolle gibt. Zudem will er Klarheit über die geschlossenen Verträge und die Gesamtkosten des Überwachungssystems.
Rechtliche Prüfung und Konsequenzen
Bonín verlangt außerdem den Nachweis eines ordnungsgemäßen Genehmigungsverfahrens bei der Vertretung der Zentralregierung auf Mallorca. Laut Gesetz müssen solche von Behörden betriebenen Überwachungssysteme genehmigt, verhältnismäßig und klar gekennzeichnet sein, was in Santa Eugènia offenbar nicht der Fall war. (red)
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