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Corona Neue Ergebnisse aus Heinsberg-Studie – Land NRW schweigt

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Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn, ist Leiter der Heinsberg-Studie.

Bonn – Artikel aktualisiert um 14.09 Uhr – In Deutschland könnten sich nach Ergebnissen der sogenannten Heinsberg-Studie mittlerweile möglicherweise 1,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Dies ergebe eine Schätzung auf der Grundlage einer Modellrechnung, teilte die Universität Bonn am Montag mit.

Heinsberg-Studie: Theoretische Corona-Zahl und Sterblichkeitsrate für Deutschland

Die Forscher um den Virologen Hendrik Streeck zogen für ihre Schätzung die Dunkelziffer der Infizierten in der untersuchten Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg und die dort errechnete Sterblichkeitsrate bei einer Corona-Infektion heran. Daraus errechneten sie eine theoretische Zahl für Deutschland.

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Die Forscher um den Virologen Hendrik Streeck zogen für ihre Schätzung die Dunkelziffer der Infizierten in der untersuchten Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg und die dort errechnete Sterblichkeitsrate bei einer Corona-Infektion heran. Die Forscher gehen davon aus, dass in Gangelt 0,37 Prozent der Infizierten gestorben sind. Allerdings flossen in die Berechnung der Sterblichkeitsrate nur sieben Todesfälle ein.

Land NRW schweigt: Noch keine Äußerung zur Heinsberg-Studie

Doch was bedeutet ein so hohe Zahl von Infizierten nun für die Menschen in NRW – und in ganz Deutschland? Wird die Politik jetzt direkt auf die neuen Zahlen reagieren? Die Landesregierung wollte sich zu der Studie am Montag, 4. Mai, zunächst noch nicht äußern. Dabei war die Studie doch im Auftrag der NRW-Landesregierung entstanden... Ein Grund für diese Zurückhaltung wurde nicht kommuniziert.

Das Setting der Studie hatte - neben der Öffentlichkeitsarbeit durch die Berliner Agentur Storymachine - für Kritik gesorgt.

Heinsberg-Studie: So lief sie ab

Ein Forscher-Team um Streeck hatte in der Ortschaft 919 Einwohner in 415 Haushalten befragt und Corona-Tests vorgenommen. In dem Ort hatten sich nach einer Karnevalssitzung Mitte Februar viele Bürger mit dem neuartigen Virus infiziert. Die Gemeinde gilt daher als Epizentrum des Virus. Die Situation ist nur bedingt vergleichbar mit anderen Regionen Deutschlands. Darauf weisen die Forscher in ihrer Studie auch hin.

„Welche Schlüsse aus den Studienergebnissen gezogen werden, hängt von vielen Faktoren ab, die über eine rein wissenschaftliche Betrachtung hinausgehen“, sagte Streeck.

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„Die Bewertung der Erkenntnisse und die Schlussfolgerungen für konkrete Entscheidungen obliegen der Gesellschaft und der Politik.“ (dpa)

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