Massives Problem Update legt die Corona-Warn-App für Android lahm

Corona Warn-App

Nach einem Update der Corona-Warn-App vom 25. November 2020 klagen manche Android-Nutzer über Probleme bei der Nutzung der App. Auf dem am 5. November in Köln aufgenommenen Foto hält eine Person ein Smartphone in der Hand, auf dem die Corona-Warn-App ein erhöhtes Risiko anzeigt.

Berlin – Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes steht in einer verbesserten Variante seit Mittwochnachmittag (25. November 2020) zum Herunterladen bereit – nun klagen Android-Nutzer jedoch über einen Fehler.

Sie könnten seit dem Update die App nicht mehr nutzen. So soll die aktuelle Version 1.7, verfügbar im Google Play Store sowie im App Store von Apple, auf vielen Android-Geräten nicht funktionieren. 

Corona-Warn-App: Update legt Nutzung für Android lahm

Demnach würde sich direkt nach dem Start der App das Programm wieder schließen, berichtet das IT-Portal „golem.de”.

Die Entwickler der App reagieren im Google Play Store auf die negativen Berichte der User. Sie nennen den Fehler eine „Unannehmlichkeit”. Das Problem trete laut Entwickler auf den Android-Versionen 6 oder Android 7 bzw. 7.1 auf. 

Nach Schätzungen von „golem.de” könnten demzufolge etwa 1.5 Millionen Android-User betroffen sein.

Vonseiten der Macher hieß es, man arbeite bereits an einer Lösung und wolle mit Version 1.7.1 „zeitnah” eine korrekt funktionierende neue Version anbieten. Wann genau, ist noch unklar. 

Corona-Warn-App: Risikoüberprüfung nun mehrmals täglich

Doch was bietet die neue Version der Corona-Warn-App überhaupt? Mit dem Update kann die Risikoüberprüfung nun mehrmals täglich erfolgen. Bislang erfolgte die Aktualisierung nur einmal am Tag.

Außerdem erhalten positiv getestete Nutzer mit der aktuellen Version eine Erinnerung, wenn sie ihr Testergebnis noch nicht geteilt haben sollten.

Die im Juni 2020 gestartete Warn-App des Robert Koch-Instituts (RKI) kann messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Nutzern der App, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben.

Die Anwendung, die von den beiden deutschen Tech-Konzernen SAP und Deutsche Telekom im Auftrag des RKI entwickelt wurde und betrieben wird, ist inzwischen mehr als 22 Millionen Mal auf geeigneten Smartphones heruntergeladen worden.

Corona-Warn-App: Nutzer werden schneller über Risikobegegnungen informiert

Die Zahl der aktiven Nutzer liegt etwas unter diesem Wert, da manche Anwender die App wieder deinstalliert oder den Bluetooth-Funk dauerhaft deaktiviert haben. In Deutschland werden insgesamt schätzungsweise 53 Millionen Smartphones aktiv genutzt, auf denen die App laufen könnte.

Mit der aktuellen Version 1.7 können Nutzer – sofern die App auf ihrem Gerät funktioniert – schneller über mögliche Risikobegegnungen informiert werden. Die mehrmals tägliche Überprüfung erfolgt nach Angaben des RKI automatisch.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Smartphone mit dem WLAN verbunden ist. Die standardmäßige, tägliche Risikoüberprüfung wird weiterhin unabhängig vom WLAN einmal am Tag durchgeführt, bei Bedarf also über das Mobilfunknetz. Des Weiteren erhalten Nutzer zwei Stunden nachdem sie das positive Testergebnis in der App geöffnet haben eine Erinnerung, das Ergebnis zu teilen, sofern das noch nicht geschehen ist.

Weitere Updates für Corona-Warn-App geplant

Nach weiteren vier Stunden erfolgt eine zweite Erinnerung, wenn die Nutzer das Testergebnis dann noch nicht geteilt haben. Mit einem Klick auf die Erinnerung gelangen die Anwender direkt zur Funktion zum Teilen ihres Ergebnisses.

Die Macher der App reagieren damit auf die Tatsache, dass längst nicht alle App-Anwender, die positiv getestet wurden, das Ergebnis auch in die Anwendung eingetragen und damit die digitale Warnkette ausgelöst haben.

Die am Mittwoch veröffentlichte Version ist das erste von insgesamt vier geplanten Updates der Corona-Warn-App bis zum Jahresende 2020.

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In den weiteren Aktualisierungen soll ein Kontakt-Tagebuch eingeführt werden, im dem die Anwender selbst eintragen können, mit wem sie sich wann getroffen haben. Außerdem sollen Informationen rund um die Entwicklung der Pandemie in die App integriert werden. (dpa/jba)

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