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Schwer erkrankt Chef der „Querdenker”-Demo liegt mit Corona auf Intensivstation

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Teilnehmer einer Demonstration der Bewegung „Querdenken 351“ versammeln sich Ende Oktober auf dem Theaterplatz in Leipzig. Nach einer eskalierten Demo landete ein Organisator laut Medienbericht auf der Intensivstation.

Leipzig – Im November endete eine „Querdenker”-Demonstration in Leipzig im Chaos – ein Großteil der Teilnehmer trug keinen Mund-Nasen-Schutz. Nun berichtet die „Leipziger Volkszeitung“: Offenbar infizierte sich ein bekannter Organisator der Demo mit Corona. Er liege auf der Intensivstation und müsse künstlich beatmet werden.

Seit Beginn der Pandemie reden „Querdenker” das Coronavirus und seine Folgen klein. Sie verbreiten häufig Falschinformationen, überschreiten oft die angemeldete Personenzahl und treten unangemeldet auf. Auch den Mund-Nasen-Schutz lehnen sie ab. Einer ihrer Köpfe muss nun die traurige Quittung dafür zahlen.

Der bekannte „Querdenker” und Mitorganisator der Leipziger Demo im November habe acht Tage später wegen einer Corona-Erkrankung auf der Intensivstation einer Leipziger Klinik künstlich beatmet werden müssen, erklärte der Direktor der Leipziger Uniklinik, Christoph Josten, nach Angaben der Zeitung am Freitag (11. Dezember) auf der sächsischen Landespressekonferenz.

Direktor der Uniklinik: „Virus nimmt keine Rücksicht auf die Menschen, egal wer sie sind”

„Einer der bekannten Querdenker, der in Leipzig demonstriert hat, wurde acht Tage später intubiert“, sagte Josten dem Bericht nach. „Das Virus nimmt keine Rücksicht auf die Menschen, egal wer sie sind.” Er nutzte die Erkrankung des „Querdenkers” zu einem Appell, sich an Corona-Maßnahmen wie die Abstandsregelungen zu halten und Kontakte zu vermeiden.

Die Demo im November endete im Chaos und für zahlreiche Debatten in der Politik, sie machte in ganz Deutschland Schlagzeilen: Die Zahl der erlaubten Demonstranten von 16.000 Personen wurde weit überschritten, eine Forschungsgruppe der Uni sprach von 45.000 Teilnehmern. Ein Großteil habe sich nicht an Sicherheitsabstände gehalten und keine Maske getragen.

Sachsen: „Querdenker”-Demo für Samstag (12. Dezember) wurde untersagt

Einen Monat später breitet sich auch in Sachsen Corona wieder mit voller Wucht aus, trotzdem wollten Anhänger der „Querdenken”-Bewegung am Samstag (12. Dezember) in Dresden gegen die Corona-Politik demonstrieren. Nun wurde dies gerichtlich untersagt.

Nach dem Verwaltungsgericht Dresden entschied auch das Oberverwaltungsgericht Sachsen in Bautzen in der Nacht zum Samstag entsprechend. (mg/dpa)

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