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Gefängnistor in Wuppertal gesprengt Das war das Leben des Mafia-Killers Giorgio Basile

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Im Mai 1998 wurde Giorgio Basile am Bahnhof im Kempten im Allgäu festgenommen.

Wuppertal – Es ist fast 40 Jahre her, dass eine Explosion in Wuppertal weltweit für Schlagzeilen sorgte. Am 13. April 1980 sprengte die Mafia ein Gefängnistor der Justizvollzugsanstalt Bendahl. Fünf Gefangene können flüchten.

Am Steuer des Fluchtfahrzeugs sitzt Giorgio Basile (19). Es ist seine erste Tat für die Organisation sein Eintritt in die „Ehrenwerte Gesellschaft“. Was dann geschieht, könnte auch aus einem Mafiafilm stammen. Nur, es hat sich tatsächlich so ereignet...

Giorgio Basiles Mutter lernte Mafia-Boss kennen

Basile ist der Sohn eines Mülheimer Stahlarbeiters, die Eltern streiten sich ständig, da lernt die Mutter einen anderen Mann kennen. Es ist Antonio De Cicco, ein Boss der Mafia-Organisation ’Ndrangheta. Der nimmt den kleinen Jungen mit den schwarzen Locken unter seine Fittiche, erhält von ihm eine regelrechte Grundausbildung als Mafioso.

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Auf einem abgelegenen Grundstück am Meer trainiert er mit Pistolen, Revolvern und Gewehren. Giorgio lernt, wie man tötet. Seine Ausbilder sind beeindruckt. Giorgio hat Talent, schießt gut, hat starke Nerven.

Im Jahr 1982 muss er das erste Mal in den Knast

In Mülheim eröffnet er 1982 eine Pizzeria, pachtet dann eine Discothek. Weil es Ärger mit dem Besitzer gibt, bittet Basile seinen Ziehvater um Hilfe. Der schickt ein dreiköpfiges Kommando nach Mülheim. Der Besitzer wird zu Hause überfallen, gefoltert, stirbt an den Folgen der Verletzungen.

Der Fall wird aufgeklärt und Giorgio Basile muss zum ersten Mal in den Knast, weil er schließlich der Auftraggeber der Tat war. Mafia-Boss De Cicco kommt glimpflich davon. Unter anderem, weil Giorgio dicht hält. Wenig später macht De Cicco aber den Fehler seines Lebens...

Killer schwört Rache nach dem Missbrauch seienr Schwester

Noch in der Haft erfährt Basile nämlich von seiner kleinen Schwester, dass sie missbraucht worden ist. Von dem Mann, den Giorgio am meisten bewundert, den er verehrte wie einen richtigen Vater: De Cicco!

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Nach der Tat am 13. April 1980 zeigte auch der EXPRESS das aufgesprengte Tor des Gefängnisses in Wuppertal Bendahl.

Giorgio Basile kocht vor Wut. Er schwört Rache. Als er nach sechs Jahren frei kommt, wird er nach Italien abgeschoben. Dort haben sich die Machtverhältnisse inzwischen verschoben. De Cicco ist abgetaucht, ein neuer Mann, Santo Carelli hat das Sagen. Bei dem holt sich Basile die Erlaubnis, De Cicco umzubringen. Der willigt ein...

Vor einer alten Kirche in Süditalien legt sich Basile auf die Lauer. Er hat einen 38er Revolver und eine abgesägte Schrotflinte dabei, wartet in einem weißen Fiat. Gegen 5.30 Uhr taucht De Cicco mit seiner Vespa auf. Basile tritt auf die Straße, nimmt seine Maske vom Gesicht, hebt die Waffe ... „Oh mamma mia“, flüstert De Cicco. Dann fallen die tödlichen Schüsse.

Seine Gegner erschießt er einfach

Danach gehört Basile dem Carelli-Clan an, managt den Kokain-Handel. Mit seinen Gegnern macht er kurzen Prozess. Er erschießt sie. Als er in Deutschland bei einem Schuldner 15.000 Mark eintreiben will, wird er verhaftet. Der Schuldner hat ihn verraten.

Im Knast packt Basile aus. Mehr als 50 Männer werden nach seinen Aussagen verhaftet. Er hat das Wissen und die Beteiligung an 34 Morden gestanden. Spiegel+ berichtete jetzt über ihn unter dem Titel: „Wie die Mafia nach Deutschland kam“.

Basile lebt mittlerweile unter neuer Identität in Italien, befindet sich im Zeugenschutzprogramm.

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