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Skandal-Prinz gefeuert Karneval im Rheinland: Wegen Nacktfotos weg vom Fenster

Karnevalsprinz in Wuppertal

Unschön: Ein Karnevalsprinz in Wuppertal ist wegen Nacktbildern gefeuert worden. Vor Gericht scheiterte der Mann, der seine Ehre wieder herstellen wollte nun. Das Symbol-Foto entstand 2020 in Braunschweig (Niedersachsen) und zeigt keine in den Fall involvierte Person.

Wuppertal – Die Wuppertaler Karnevalisten durften ihrem Prinzen nach dem Auftauchen von Nacktfotos kündigen. Das hat das Wuppertaler Amtsgericht am Freitag, 22. Januar, entschieden und die Klage des Manns zurückgewiesen.

  • Karneval in Wuppertal: Prinz wegen pikanter Fotos gefeuert
  • Prinz geht gegen Klage des Karnevalsvereins vor
  • Prinz scheitert vor Gericht

Eine Begründung lieferte das Gericht zunächst nicht: Diese soll zuerst den Streitparteien zugestellt werden.

Wuppertal: Karnevalsprinz wegen pikanter Fotos gefeuert

Der Wuppertaler Karnevalsprinz war fristlos rausgeworfen worden –  zum Ende der vergangenen Session: „Du bist im Prinzen-Ornat in unmöglicher, schamverletzender, fast pornografischer Pose und damit eines Prinzen der Stadt Wuppertal unwürdiger Art abgebildet, deine Amtszeit ist mit dem heutigen Tag, dem 8. März, beendet", hieß es in dem Kündigungsschreiben.

Der Prinz sah seine Ehre befleckt: Nicht er habe die intimen, kompromittierenden Fotos verbreitet, sondern jemand anders. Den Rauswurf wollte er nicht auf sich sitzen lassen und klagte.

Nacktfotos von Wuppertaler Prinzen: Bilder selbst aufgenommen und an Ex verschickt

„Es geht meinen Mandanten darum, festzustellen, dass er zu Unrecht als Prinz abgesetzt worden war", hatte sein Anwalt begründet. Die Session sei zwar längst abgelaufen, aber er wolle in die karnevalistischen Annalen nicht als unwürdiger, entlassener Prinz eingehen, sondern wie seine Vorgänger positiv gewürdigt werden.

Dass er die Fotos selbst aufgenommen und an seinen Ex-Freund geschickt hatte, bestritt der Prinz nicht. Vier Fotos waren dem Präsidenten des Wuppertaler Karnevals anonym zugesandt worden. Der unterlegene Prinz kann gegen die Entscheidung von Richter Daniel Blümchen-Schrill noch Rechtsmittel einlegen. (dpa/dok)