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Coronavirus Hilferuf einer Wuppertaler Ärztin löst heftige Kritik aus

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Eine FFP2 Atemschutzmaske liegt auf einem Tisch. Laut einer Wuppertaler Frauenärztin sind solche Artikel gerade Mangelware.

Wuppertal – Eine Frauenärztin aus hat in einer WhatsApp-Sprachnachricht dazu aufgerufen, Schutzkleidung für die Behandlung von Schwangeren zu sammeln – und erntet dafür mittlerweile heftige Kritik. Gleich mehrere Medien hatten über die Sprachnachricht der Medizinerin berichtet, obwohl diese ursprünglich gar nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt gewesen sei.

  • Die Frauenärztin aus Wuppertal hatte über eine WhatsApp-Sprachnachricht um Hilfe gebeten
  • Zahlreiche Wuppertaler folgten dem Aufruf mit Spenden
  • Stadt Wuppertal und Ärztekammer kritisieren den Aufruf der Frauenärztin

Doch von Anfang an: Die Frauenärztin hatte ihre Sprachnachricht gestartet, weil es ihrer Praxis an Schutzkleidung gefehlt habe und diese wegen der anhaltenden Corona-Krise auch nicht nachgeliefert werden konnte, so berichtet es etwa die „Wuppertaler Rundschau“. Auf der anderen Seite müssten viele Geschäfte und Restaurants, die ja aktuell nicht öffnen dürfen, doch einen gewissen Vorrat an besagten Artikeln haben, so offenbar die Hoffnung der Medizinerin. Und sie sollte richtig liegen.

Nach Sprachnachricht einer Frauenärztin: Spendenbereitschaft war enorm

Schnell machte der Hilferuf der Ärztin die Runde – und erreichte offenbar auch sein Ziel: Die Spendenbereitschaft war laut Medienberichten enorm. Laut „Wuppertaler Rundschau“ werden die gesammelten Spenden jetzt über das Stadtteilbüro „Aufbruch am Arrenberg“ koordiniert und auch anderen Äezten zur Verfügung gestellt. Wuppertaler Arztpraxen, die Desinfektionsmittel, Atemschutzmasken oder andere Schutzbekleidung benötigen, können sich unter info@aufbruch-am-arrenberg.de an das Statteilbüro wenden.

Hilferuf via Sprachnachricht: Kritik von der Ärztekammer Wuppertal

Ende gut alles gut? Nicht ganz. Denn neben den besagten Spenden erntete die Medizinerin auch harsche Kritik von Kollegen. Etwa von Heinz Moll, dem Vorsitzenden der Wuppertaler Ärztekammer, wie „Radio Wuppertal“ berichtet. Eine Unterversorgung und aktuelle Bedrohung gebe es in Wuppertal noch nicht, so Moll. Vielmehr schüre die Sprachnachricht der Ärztin Panik und lasse einen falschen Eindruck entstehen.

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Auch bei der Stadt reagierte man wenig erfreut. „Ich habe nicht mit ihr gesprochen, aber die Sache weitergegeben und gefordert, ihr Einhalt zu gebieten“, sagte Ute Wenzel, Leiterin des Gesundheitsamts gegenüber der „Westdeutschen Zeitung“.

Die Stadt bat vielmehr darum, bei benötigter Hilfe koordiniert vorzugehen. Inzwischen habe die Feuerwehr die zentrale Beschaffung für Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und Ähnliches übernommen. Weitere Informationen rund um das Thema Corona sammelt die Stadt übrigens auf ihrer Homepage. (jto)

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