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Vor Corona-Demo in Aachen Kritiker protestieren in anderen NRW-Städten gegen Maßnahmen

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In Paderborn und Hamm ist es am Freitag (13. November 2020) vor der geplanten Quedenker-Demo am Samstag in Aachen zu Protesten gegen die Corona-Auflagen gekommen. Unser Archivbild zeigt eine Teilnehmerin einer Corona-Demo im November 2020 in Berlin.  

Aachen – Am Samstag, 14. November 2020, ist es wieder soweit. Mitten in Corona-Zeiten versammeln sich hunderte Menschen, um gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen zu wettern.

  • Querdenker-Demo in Aachen für Samstag (14. November) geplant
  • Corona-Demonstrationen in Paderborn und Hamm am Freitagabend (13. November)
  • Beide Veranstaltungen verlaufen größtenteils friedlich – 10 Platzverweise

Schon am Freitagabend hatten sich Gegner der Corona-Maßnahmen in anderen NRW-Städten versammelt: In Paderborn kamen am Freitagabend (13. November) rund 400 Menschen zusammen, wie die Polizei Paderborn berichtet.

Corona-Demos in Hamm und Paderborn

Auch in Hamm versammelten sich laut Polizeibericht am Freitagabend (13. November) rund 30 Menschen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. 

Während die Versammlung in Hamm friedlich und ohne Zwischenfälle verlief, gab es in Paderborn einige Zwischenfälle: Die Polizei Paderborn leitete insgesamt 22 Bußgeldverfahren gegen Personen ein, die sich nicht an die Auflagen hielten. Außerdem mussten die Beamten zehn Platzverweise erteilen. 

Corona-Demo in Paderborn: Zehn Platzverweise

60 Teilnehmende der Demonstration konnten demnach gültige Atteste vorlegen, die sie von der Maskenpflicht befreiten. In zwei Fällen nahm die Polizei Strafanzeigen wegen des Verdachts der Urkundenfälschung bei den Masken-Attesten auf. 

Die Veranstaltung in Hamm wurde gegen 19.30 Uhr beendet, die Demonstration in Paderborn endete gegen 20.30 Uhr. Keine der Demonstrationen war offiziell von der Initiative „Querdenken” organisiert worden. 

Eine offizielle „Querdenken”-Demo ist dagegen für den Samstag (14. November 2020) in Aachen geplant. Auch zwei Gegenkundgebungen sind für den Samstag vorgesehen.

Klare Regeln bei Querdenken-Demo: Strikter Mindestabstand

Nun meldet sich die Stadt Aachen mit klaren Regeln für die kommenden Demonstrationen zu Wort. Damit der Mindestabstand zwischen den einzelnen Personen eingehalten werden kann, wurde den Teilnehmern der Kundgebung eine Fläche am Eurogress zugewiesen.

Es sollen sich in diesem abgegrenzten Bereich maximal 721 Personen aufhalten dürfen. Eine weitere Maßnahme der Stadt Aachen: Die Teilnehmer sind verpflichtet Masken zu tragen.

Kein Martinszug unter dem Deckmantel der Versammlunsgsfreiheit

Dazu kommt ein etwas skurriler Erlass. Die Polizei Aachen genehmigt den geplanten Lichterzug von Corona-Skeptikern nur unter Auflagen. Kerzen und Martinslaternen sind tabu. Hintergrund dieser etwas anderen Maßnahme: Öffentlich wurde die Demonstration als Martinsumzug für Kinder beworben.

Aufgrund der aktuellen Coronapandemie sind Martinsumzüge bekanntermaßen in diesem Jahr nicht erlaubt.

„Wir sind eine versammlungsfreundliche Behörde und Meinungsvielfalt ist in unserer Demokratie zu begrüßen. Das Versammlungsrecht darf aber nicht dazu benutzt werden, die derzeit geltenden Regeln zum Schutz der Gesundheit aller Menschen zu untergraben”, begründet Behördenleiter Dirk Weinspach die strikte Erteilung dieser Auflage.

Querdenken-Demonstrationen: Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt Aachen

Die Lage wird vor Ort durch die eingesetzten Kräfte überwacht werden.

In der Zeit zwischen 14.30 Uhr und 20.00 Uhr kommt es voraussichtlich zu Verkehrsbehinderungen in den Bereichen zwischen der Monheimsallee und dem Aachener Ausgehviertel Pontstraße. Die Monheimsallee wird in dieser Zeit in Fahrtrichtung Bastei für den Verkehr gesperrt. (lg/osw/ta)

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