Traurige Bilanz 90 Prozent der Tönnies-Mitarbeiter steckten sich im Werk an

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Tönnies: Corona hat bislang keine Toten im Konzern gefordert. Jedoch wurden 2117 Menschen infiziert – 90 Prozent davon an der Arbeit. Das Archivbild zeigt Tönnies-Mitarbeiter in Rheda-Wiedenbrück (NRW) im Juli 2020.

Rheda-Wiedenbrück – Beim Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh sind zwischen Anfang Juni und Ende Juli 2020 insgesamt 2117 Angestellte positiv auf das Virus getestet worden. In 90 Prozent ergab sich als Infektionsquelle der Arbeitsplatz.

  • Corona-Bilanz bei Tönnies
  • Bei 90 Prozent der Mitarbeiter war der Arbeitsplatz die Infektionsquelle
  • Es gab 2117 Infizierte – niemand ist tot

Das geht aus der Antwort des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der AfD im Landtag hervor.

Corona bei Tönnies: 2117 Menschen infiziert

Demnach wurde nur in lediglich neun Prozent der Fälle der private Haushalt als Ansteckungsort ausgemacht, in einem Prozent waren es „sonstige" Kontakte. Von den 2117 Infizierten kamen 1970 in Quarantäne. Was aus den übrigen wurde, bleibt im Papier der Landesregierung unklar. Während des Corona-Ausbruchs hatte es Berichte gegeben, wonach einzelne Arbeiter in ihre Heimatländer ausgereist seien.

Da immer wieder die Frage aufkommt: Wie viele Mitarbeiter von Tönnies sind nach einer Corona-Infektion gestorben? Null. Verstorben ist nach Erkenntnissen der Landesregierung keiner der infizierten Mitarbeiter.

Corona-Skandal bei Tönnies: Ein Rückblick

Deutschlands größter Schlachtkonzern Tönnies war in die Schlagzeilen geraten, weil der Betrieb am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück nach einer hohen Zahl von Corona-Infizierten unter den Mitarbeitern den Betrieb rund vier Wochen stoppen musste. Inzwiscen läuft die Produktion wieder. (dpa/dok) 

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