Umzug in Unna Rosenmontag: Kleinster Zoch der Welt trotzt Corona

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Der bunt kostümierte Helmut Scherrer (86) zog in diesem Jahr mit seinem Handwagen und einer Musikanlage nicht wie sonst durch die Straßen seiner Heimatstadt, sondern rund um ein Krankenhaus.

Unna – Mit der 65. Auflage des wohl kleinsten Rosenmontagsumzugs der Welt hat Unnas Obernarr Helmut Scherer der Corona-Pandemie getrotzt. Der bunt kostümierte 86-jährige Karnevalist zog in diesem Jahr mit seinem Handwagen und einer Musikanlage nicht wie sonst durch die Straßen seiner Heimatstadt, sondern rund um ein Krankenhaus.

  • Rosenmontagszug trotzt Corona
  • Obernarr Scherer zieht sein 65. Zoch durch
  • Nicht nur der Zoch ist Corona-Konform

„So kann ich den Patienten dort auch ein bisschen Freude bringen in dieser Zeit“, sagte Scherer. Auch das Personal solle sich an seinem Auftritt erfreuen.

Rosenmontag in Unna: Spezielles Motto in Corona-Zeiten

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Sein Motto in diesem Jahr: „Trotz Lockdown auf die Pauke hau'n“. „Wenn man immer nur Corona vor Augen hat, dann hängt einem das ja zum Hals raus“, sagte er. Der Karneval mit seinem Humor könne dem etwas entgegensetzen. „Ich will, dass die Leute auch mal fröhliche Gedanken haben.“

Begleitet von Karnevalsmärschen vom Kassettendeck zog der jecke Senior winkend und den Gehstock schwingend über eine Stunde lang kreuz und quer über das Gelände des Christlichen Klinikums Unna.

Scherer: „Ich bin nicht mehr der Jüngste“

An den Fenstern hätten Patienten gewunken und Pflegepersonal sei auf die Straße gekommen, um ihm zu danken, sagte Scherer. „Ich bin nicht mehr der Jüngste“, räumte der 86-Jährige anschließend ein.

Sei er zum Start seines Umzugs noch ein wenig müde gewesen, hätten ihn die kölschen Klänge schnell „hellewach“ werden lassen. „Ich bin stolz, dass alles so gut geklappt hat“, sagte er. (dpa)

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