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Dramatischer Trend Nächste NRW-Stadt verschärft Corona-Auflagen massiv

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Ein Arzt nimmt einen Coronavirus-Test (hier ein Foto vom Juli 2020).

Gelsenkirchen/Remscheid – Nach den gestiegenen Corona-Fallzahlen hat die Stadt Hamm in NRW die höchste bundesweite Corona-Kennzahl. Auch die Städte Gelsenkirchen und Remscheid wollen wegen steigender Zahlen mit Einschränkungen reagieren. In weiteren Städten wird noch über striktere Corona-Maßnahmen beraten.

  • In mehreren NRW-Städten sind die Corona-Zahlen gestiegen
  • Gelsenkirchen trifft erste Maßnahmen, Remscheid zieht nach
  • Hamm erreicht bundesweit höchste Corona-Kennzahl

Gestiegene Corona-Zahlen: Remscheid verschärft Corona-Auflagen massiv

Angesichts stark steigender Neuinfektionswerte hat die Stadt Remscheid die Corona-Auflagen massiv verschärft. An allen weiterführenden Schulen wird die Maskenpflicht auch im Unterricht wieder eingeführt, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte.

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Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei häuslichen Gemeinschaften treffen.

Die Kontaktbeschränkungen gelten auch für Restaurants, Geschäfte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

Private Feiern mit geselligem Charakter wie runde Geburtstage, Hochzeiten oder Jubiläen müssten ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen vorab den Behörden gemeldet werden. Ab 50 Gästen bis zu einer Obergrenze von 150 Personen muss die Stadt Feiern genehmigen. Die neuen Maßnahmen gelten zunächst für 14 Tage.

In der bergischen Stadt hatte die Zahl der Neuinfektionen den Schwellenwert von 50 pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg auf einen aktuellen Wert von 51,4 - nach 36,9 am Dienstag. Wird in einer Stadt oder in einem Kreis die 50er-Grenze überschritten, sieht die Corona-Schutzverordnung in NRW „zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen“ vor.

Hamm mit dramatische steigenden Infektionszahlen

In der Stadt Hamm mit den bundesweit höchsten Corona-Neuinfektionszahlen klettert der Wert weiter. Am Mittwoch wurden 94,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet, wie ein Stadt-Sprecher sagte.

Am Dienstag hatte die 182 000-Einwohner-Stadt bei dieser zentralen sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz noch 87,1 genannt.

Laut Robert Koch-Institut lag Hamm am Mittwoch deutschlandweit mit einem gestiegenen Wert von 80,4 an der Spitze. Die Differenz kommt durch unterschiedliche Meldewege und -zeiten zustande.

Stadt Hamm plant ebenfalls deutliche Einschränkungen

In Hamm dürfen wegen stark gestiegener Neuinfektionszahlen seit Mittwoch im öffentlichen Raum nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Das kündigte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) in einer Video-Pressekonferenz am Dienstag (22.9.) für die 182 000 Einwohner-Stadt an. Diese Kontaktbeschränkung gelte für zunächst zwei Wochen.

Außerdem gilt seit Mittwoch wieder eine Maskenpflicht für Lehrer und Schüler an weiterführenden Schulen. Das gelte für zunächst zwei Wochen und nur dann, wenn baulich ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet sei. Das sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) in einer Video-Pressekonferenz.

Steigende Infektionszahlen: Hamm vor Gelsenkirchen

Überschreitet eine große Stadt oder ein Kreis die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, sind gemäß der nordrhein-westfälischen Corona-Schutzverordnung „zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen anzuordnen“.

In Gelsenkirchen dürfen an privaten Feiern in gewerblichen Räumen nur noch höchstens 50 Personen teilnehmen. Bislang galt eine Höchstgrenze von 150, wie ein Stadtsprecher berichtete. Abgesagt wurde außerdem ein großer Flohmarkt am Fußballstadion von Bundesligist FC Schalke 04, der für Dienstag geplant war. Die Stadt appellierte an die Bürger, sich bei Feiern in privaten Räumen bis auf Weiteres auf 25 Personen zu beschränken.

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Ob am kommenden Wochenende das Heimspiel des FC Schalke 04 gegen Werder Bremen vor Zuschauern stattfindet, wird sich erst im Laufe der Woche entscheiden. Das Foto wurde am 24. Mai an der Veltins-Arena aufgenommen.

In Gelsenkirchen lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag (22.9.) laut RKI bei 38,0 – am Tag zuvor noch bei 44,1. Damit weist Gelsenkirchen nach Hamm den zweithöchsten Wert in ganz NRW auf.

Stadt Gelsenkirchen appelliert an die Bürger

In Gelsenkirchen appellierte die Stadt an die Bürger, sich bei Feiern in privaten Räumen bis auf Weiteres auf 25 Personen zu beschränken. 

Stadtsprecher Martin Schulmann ging am Montag davon aus, dass sich der Wert bis Dienstag „nicht wesentlich“ ändern werde. „Wir werden um die 44 bleiben“, sagte er. Auslöser für die gestiegene Zahl seien im Wesentlichen zwei große Hochzeiten gewesen. „Es kann natürlich sein, dass sich daraus noch weitere Fälle entwickeln."(dpa, susa, mei, bc)

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