Pfingst-Trip in die Niederlanden Laschet und Rutte mit wichtigem Appell an NRW-Bürger

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Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen (CDU), spricht bei einer gemeinsamen Video-Pressekonferenz in Düsseldorf am 26. Mai zusammen mit Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande.

Köln – An Pfingsten fahren traditionell viele Bürger aus NRW nach Holland ans Meer. Das ist im Corona-Jahr 2020 aber nicht so einfach möglich, warnen die Regierungschefs Rutte und Laschet. Sie appellieren an die Vernunft.

  • Ministerpräsidenten Laschet und Rutte empfehlen, nur mit einer Buchung Pfingst-Urlaub2020 in den Niederlanden wahrzunehmen.
  • Die Grenzen werden an Pfingsten nicht geschlossen.
  • In den Niederlanden seien viele Freizeit-Einrichtungen noch geschlossen.

Rutte und Laschet appellieren zu Pfingst-Urlaub an die Menschen in NRW

Nur mit einer Buchung solle man an Pfingsten über die Grenze reisen. „Jetzt ist noch nicht die Zeit, ohne Buchung einfach in den Urlaub zu fahren“, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in einer Videoschalte mit dem Regierungschef in Den Haag.

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Ministerpräsident der Niederlande, Mark Rutte, bat die Bürger in NRW, an Pfingsten nicht einfach „auf gut Glück“ in die Niederlande zu kommen. Man müsse weiter vorsichtig bleiben.

Urlaub während der Corona-Krise: „Der Öffnungsprozess ist kompliziert“

Gleichzeitig unterstrichen Laschet und Rutte, wie wichtig es gewesen sei, die Grenze auch auf dem Höhepunkt der Corona-Krise prinzipiell offen gehalten zu haben. „Schließen geht immer leicht, aber der Öffnungsprozess ist kompliziert“, sagte Laschet. Das stellten jetzt gerade andere EU-Länder fest.

Auch an Pfingsten werden die Grenzen nicht geschlossen. „Wir werden nicht die Grenzen schließen und alle zurückschicken, sondern wir setzen auf die Vernunft der Menschen auf beiden Seiten der Grenze“, stellte Rutte klar.

Laschet und Rutte appelieren an Vernunft: Nur mit Buchung in die Niederlande kommen

Beim Ausflug ins Nachbarland gelte also: „Wenn Sie noch nichts gebucht haben, verschieben Sie's dann bitte noch mal eben.“

„Es ist nicht so, dass wir Hinweise darauf haben, dass die Leute jetzt in riesiger Zahl ohne Buchung kommen wollen“, sagte Rutte. Es könne jedoch angesichts der vielen Lockerungen leicht der Eindruck entstehen, dass die Krise nun vorbei und alles wieder beim Alten sei. „Das ist aber leider nicht so.“

Stattdessen sei die Botschaft: „Jongens, wees dan slim!“ (Leute, zeigt Köpfchen!)

Niederlande in Corona-Krise: Viele Freizeit-Einrichtungen noch geschlossen

Es seien auch viele Freizeit-Einrichtungen in den Niederlanden noch geschlossen oder hätten nur eingeschränkte Aufnahmekapazitäten, sagte Rutte. Deshalb solle man nur mit Buchung kommen.

Laschet zeigte sich optimistisch, dass der Grenzverkehr begrenzt werden könne, schließlich habe das am 1. Mai auch schon gut geklappt.

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„Die Menschen haben verstanden, dass die Nachbarn gesagt haben: Bitte seid vorsichtig, kommt noch nicht!“, sagte Laschet. „Das funktioniert auch, ohne dass man Grenzkontrollen einführt und Grenzen schließt.“ (dpa/sdm)

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