Rassistische Äußerungen NRW-Polizisten melden eigenen Kollegen beim Vorgesetzten

Polizei_Paderborn

Im Kreis Paderborn ist ein Streifenpolizist vom Dienst suspendiert worden, weil er im Verdacht steht, mit der Ideologie der sogenannten Reichsbürger zu sympathisieren.

Paderborn – Rassismus im Dienst – das ist für die Kreispolizeibehörde Paderborn ein Tabu. Deswegen hat sie jetzt ein knallhartes Disziplinarverfahren gegen einen ihrer Polizeibeamten eingeleitet.

  • Polizeibeamter fällt wegen rassistischer Äußerungen im Dienst auf
  • Kreispolizeibehörde Paderborn leitet ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten ein
  • Staatsanwaltschaft Paderborn bewertet den Sachverhalt strafrechtlich

Rassismusverdacht: Disziplinarverfahren gegen Polizeibeamten aus Paderborn

Anfang August 2020 sollen Polizisten aus Paderborn rassistische Äußerungen eines Kollegen bemerkt haben. Nach aktuellen Angaben der Polizei informierten sie umgehend ihren Vorgesetzten, welcher sich an die Behördenleitung wendete. Die Kollegen brachten diesen Fall offenbar erst ans Licht...

Die Behördenleitung versetzte den beschuldigten Beamten unverzüglich vom Streifendienst in einen anderen Dienstbereich im Innendienst und leitete ein Disziplinarverfahren ein.

Paderborn: Polizist wegen rassistischen Äußerungen versetzt

Laut Polizei nehmen Landrat Manfred Müller und die gesamte Polizeiführung den Sachverhalt sehr ernst.

„Den jetzt vorliegenden Sachverhalt werden wir im Disziplinarverfahren aufarbeiten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, hat der Betroffene die beamtenrechtlichen und gegebenenfalls auch strafrechtlichen Konsequenzen zu tragen“, bemerkt Müller.

Der Fall wird nun von der Staatsanwaltschaft Paderborn strafrechtlich bewertet.

Kreispolizeibehörde Paderborn prüft Rassismusverdacht

Die Polizeibeamten der Kreispolizeibehörde Paderborn können sich jederzeit an die verantwortlichen Führungskräfte wenden, wenn sie einen Verdacht zu Rassismus oder Extremismus haben, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zusätzlich stünden den Angestellten unabhängige Extremismus-Beauftragte und/oder soziale Ansprechpartner für ein Gespräch zur Verfügung. (ots/mh)

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