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Niederlande sind Hochinzidenz-Zone Neue Regeln an der NRW-Grenze, Pendler betroffen

Niederlande Hochinzidenzgebiet Kontrolle

Die Bundespolizei führt in NRW an der Grenze zu den Niederlanden, hier in Aachen, stichprobenartige Kontrollen durch.

Düsseldorf – Mal eben kurz über die Grenze - das ist Alltag für viele Menschen im Rheinland und im Münsterland. Doch wegen der hohen Corona-Infektionszahlen gelten die gesamten Niederlande nun als Hochinzidenzgebiet. Das hat Folgen für Pendler, Reisende und Nachbarn auf beiden Seiten.

  • Niederlande sind Hochinzidenzgebiet
  • Einreisende müssen negativen Test vorweisen
  • Ausnahmeregelung für Pendler

Hochinzidenzgebiet Niederlande: Einreisende brauchen negativen Corona-Test

Unmittelbar nach Ende der Osterfeiertage sind die Niederlande am Dienstag wegen der vielen Corona-Infektionen zum Hochinzidenzgebiet geworden.

Seit Mitternacht müssen Einreisende aus dem Nachbarland beim Grenzübertritt einen Testnachweis vorzeigen können, der höchstens 48 Stunden alt sein darf. Die Einhaltung der Testpflicht soll durch Bundes- und Landespolizei überprüft werden.

Niederlande: Sieben-Tage-Inzidenz über 200

Für Pendler gibt es Ausnahmeregeln. Sogenannte Transporteure - das sind zum Beispiel Lokführer oder Lastwagenfahrer - können testfrei bleiben, wenn sie sich weniger als 72 Stunden in Deutschland aufhalten. Außerdem muss die Ankunft im Internet unter Einreiseanmeldung angezeigt werden.

Die Entscheidung, die Niederlande mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen als Hochinzidenzgebiet einzuordnen, war von der Bundesregierung am Sonntag getroffen worden.

Niederlande: Polizei kündigt stichprobenartige Kontrollen an der Grenze an

Nach Ansicht von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) muss der Grenzverkehr nun auf das Notwendige reduziert werden. Die Testpflicht für Einreisende sei ein wichtiger Baustein in der Pandemiebekämpfung.

Eine Sprecherin der Bundespolizei bestätigte, dass stichprobenartige Kontrollen an der Grenze geplant seien. Die Landespolizei wolle keine stationären Kontrollen aufbauen, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Innenministeriums. Die Überprüfung sollen die Polizeistreifen der Kreispolizeibehörden an der Grenze übernehmen.

Niederlande: Diese Ausnahmeregeln gelten für Pendler

NRW hat im Rheinland und im Münsterland eine 400 Kilometer lange Grenze mit dem Nachbarland. Für die mehr als 50.000 Pendler, die auf dem Weg zu Ausbildung, Studium, Arbeit oder Wohnung regelmäßig die Grenze überqueren, gibt es Ausnahmeregeln.

Für Pendler ist ein negativer Test 72 Stunden gültig. Sie sollen den Test nach der Einreise unverzüglich, sogar zum Beispiel nach der Ankunft am Arbeitsplatz, nachholen können.

Die Verbindungen zwischen den Ländern sind eng: Im Münsterland gibt es regelmäßige Zugverbindungen in die Nachbarstadt Enschede, in Aachen steuern Linienbusse die niederländische Nachbarstadt Vaals an. (dpa)

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