Durchbruch in NRW? Neusser Firma darf Corona-Impfstoff an Menschen testen

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Mit der zweiten Testphase eines Corona-Impfstoffes beginnt nun die Firma Janssen-Cilag aus Neuss bei Düsseldorf . Unser Symbolfoto zeigt einen Mann, der am 19. Juni 2020 im Institut für Tropenmedizin an der Uniklinik Tübingen demonstriert, wie eine Frau geimpft wird.

Neuss – Die Erprobung eines möglichen Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus an einer größeren Zahl von Probanden in Deutschland hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) genehmigt.

  • Die Firma Janssen-Cilag aus Neuss darf eine Corona-Impfung an hunderten Menschen in Deutschland testen.
  • Das hat das Paul-Ehrlich-Institut genehmigt.
  • Tests für einen Corona-Impfstoff musste ein britisch-schwedischer Pharmakonzern jedoch abbrechen.

Neuss: Firma Janssen-Cilag darf Corona-Impfung testen

Wie das Institut am Dienstag (8. September) mitteilte, erlaubte es der Firma Janssen-Cilag aus Neuss bei Düsseldorf den Start von Tests der sogenannten zweiten Phase.

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In der ersten Phase wird ein mögliches Serum nur an einer kleinen Gruppe Freiwilliger getestet. In der zweiten Phase werden diese Tests auf eine größere Zahl von Probanden – oft mehrere hundert – ausgeweitet.

Neuss: Vektor-Impfstoff soll Infektion mit Coronavirus verhindern

Das im hessischen Langen ansässige PEI ist für die Genehmigung klinischer Prüfungen sowie die Bewertung und Zulassung von Impfstoffen zuständig.

Bei dem Impfstoffkandidaten von Janssen-Cilag handelt es sich nach Angaben des PEI um einen sogenannten Vektor-Impfstoff. Dabei wird ein für den Menschen ungefährliches Virus derart verändert, dass es eine Infektion mit dem Coronavirus verhindert.

Pharmakonzern AstraZeneca unterbricht Tests für Corona-Impfstoff

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca unterbrach unterdessen vorläufig seine klinischen Tests eines Corona-Impfstoffs.

Als Grund nannte das Unternehmen am Dienstag, dass einer der Probanden aus noch unklaren Gründen gesundheitliche Probleme bekommen habe.

Nun soll geklärt werden, ob es sich um eine Nebenwirkung des potenziellen Serums handelt. Es blieb zunächst unklar, wo sich der Patient befand und von welcher Art seine Erkrankung war.

Corona-Impfstoff: AstraZeneca war bereits in der letzten Test-Phase

Unterbrechungen der klinischen Prüfungen von möglichen Impfstoffen sind nicht ungewöhnlich. Doch handelt es sich nun mutmaßlich um das erste Mal, dass dies bei den Tests für einen Corona-Impfstoff geschah.

AstraZeneca, das zusammen mit der britischen Oxford-Universität an der Corona-Impfung forscht, ist mit seinen Tests des potenziellen Serums schon relativ weit vorgekommen.

Es gehört zu den weltweit neun Unternehmen, die sich bereits in der dritten und finalen Phase befinden. In dieser Phase wird das Mittel an tausenden Menschen erprobt.

Die EU, die USA und andere Staaten haben mit AstraZeneca bereits Liefervereinbarungen für den Impfstoff geschlossen. (afp)

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