NRW-Polizistin schießt Täter jagen Geldautomat in die Luft und liefern sich wilde Verfolgungsfahrt 

Zwei Polizisten stehen vor einer Bankfiliale, die mit Flatterband abgesperrt ist.

Einsatz in Mönchengladbach-Hardt: In der Nacht zu Samstag (17. Dezember 2022) haben Unbekannte einen Geldautomaten gesprengt. Das Symbolfoto zeigt einen Einsatz im Dezember 2021 nach einer Automatensprengung in Leverkusen. 

Heftige Szenen haben sich in Mönchengladbach abgespielt. Automaten-Sprenger haben einen Streifenwagen gerammt. Ein Schuss fiel. 

Nach der Sprengung eines Geldautomaten haben sich die Täter eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Die Unbekannten jagten in der Nacht zu Samstag (17. Dezember 2022) den Automaten einer Bank in Mönchengladbach-Hardt in die Luft.

Auf der Flucht vom Tatort rammten sie mit ihrem Fahrzeug einen Streifenwagen, rasten dann Richtung A61. Eine Polizistin schoss auf das Fluchtfahrzeug.

Polizei Mönchengladbach: Flüchtige rammen Streifenwagen

Krasse Szenen spielten sich ab, nachdem gegen 1.35 Uhr mehrere Zeuginnen und Zeugen der Polizei Detonationen an der Vorster Straße gemeldet und von Sprengungen in einer Bank berichtet hatten. Davor befänden sich ein schwarzer Audi A6 sowie drei oder vier Täter, so die Anruferinnen und Anrufer. 

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Sofort fuhren mehrere Streifenwagen zum Tatort. Zwei der Einsatzfahrzeuge, ein Zivilwagen und ein Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht, kam noch an der Vorster Straße das Fluchtfahrzeug entgegen. Der dunkle Audi wich dem Zivilwagen über den Gehweg aus, fuhr dann zurück auf die Straße und rammte den dahinter fahrenden Streifenwagen. 

„Eine Polizistin gab im weiteren Zuge der Vorkommnisse Schüsse auf das Fahrzeug ab“, so ein Sprecher der Polizei Mönchengladbach am Samstag. Das Täterfahrzeug raste in Richtung Autobahn davon und fuhr auf die A61 in Fahrtrichtung Venlo auf.

Geldautomaten in Mönchengladbach durch Sprengung massiv beschädigt

Weitere Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf, verloren jedoch im Bereich der Anschlussstelle Süchteln den Blickkontakt. Ob die Täter weiter über die Autobahn geflüchtet oder abgefahren sind, ist laut Polizei noch unklar. 

Am Tatort stellten derweil Polizistinnen und Polizisten fest, dass die Schaufensterscheibe der Bank zersplittert war. Die dahinter stehenden Geldautomaten waren massiv beschädigt. Der Polizeisprecher: „Die Täter hatten sie offensichtlich gesprengt, die genaue Vorgehensweise ist derzeit, ebenso wie die Beute, noch Gegenstand der Ermittlungen.“ Das Gebäude, ein Reihenmehrfamilienhaus, sei durch einen Statiker in Augenschein genommen und als begehbar erklärt worden.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen dürfte die Tätergruppe aus drei oder vier männlichen Personen bestanden haben. Während der Tat stand der dunkle Audi A6 vor dem Tatort, ein Fahrer blieb im Auto. Zwei bis drei Männer liefen nach zwei stattgefundenen Detonationen mit Taschen hinein, kehrten kurz danach zurück und stiegen in das Fluchtfahrzeug.

Polizei Mönchengladbach mit Beschreibung zweier Täter

Zu zweien der Täter liegt derzeit folgende Beschreibung vor: männlich, schmale Statur, zirka 1,80 Meter groß, dunkel gekleidet, schwarzer Hoodie, Sturmhauben, Stirnleuchten. Ihr Fluchtwagen müsste vorne rechts nicht unwesentliche Beschädigungen aufweisen.

In Bezug auf den Schusswaffengebrauch und dessen Hintergründe hat die Polizei Aachen aus Neutralitätsgründen die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen sich unter 02161 290 zu melden. (iri)

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