Jede Sekunde zählte Gaffer-Horde stört Rettung in NRW, fünf Frauen verblüffen alle

rettungswagen innenstadt

Ein Rentner war vor einem Café plötzlich zusammengebrochen (Symbolfoto von einem Einsatz).

Mönchengladbach – Fotos, Videos, ungeniertes Glotzen: Bei einem Rettungseinsatz in Mönchengladbach haben etliche Gaffer die Maßnahmen gestört. Fünf mutige Frauen reagierten jedoch mehr als vorbildlich und setzten ein klares Zeichen.

  • Senior bricht plötzlich vor Café in Mönchengladbach zusammen
  • Herzstillstand: Der Mann brauchte sofort Hilfe
  • Fünf junge Frauen werden für ihren Einsatz gegen Gaffer gelobt

Senior bricht vor Café in Mönchengladbach zusammen

Bei dem Einsatz der Rettungssanitäter in Mönchengladbach zählte jede Sekunde. Ein 70-jähriger Senior war am Montagmorgen (7. Juni) vor einem Café plötzlich auf dem Gehweg zusammengebrochen.

Der Kunde hatte sich kurz zuvor noch in dem Geschäft bedienen lassen, als es zu dem Notfall kam.

Schar Gaffer stört Rettungseinsatz in Mönchengladbach

Herzstillstand, es ging um Leben oder Tod. Der Mann musste umgehend wiederbelebt werden. Die Rettungskräfte begannen sofort mit den Reanimierungsmaßnahmen und forderten Unterstützung an.

Der Einsatz wurde unterdessen von einer Schar Gaffer gestört, die offenbar auch „keine Scheu“ davor hatten, Fotos und Videos von dem Geschehen mit ihren Mobiltelefonen zu machen, berichtet ein Pressesprecher der Feuerwehr.

Fünf junge Frauen verblüffen mit Aktion gegen Gaffer

Fünf junge Frauen verblüfften die Rettungskräfte mit ihrer mutigen Reaktion jedoch nachhaltig. Sie ließen sich Decken aus dem Café geben und schirmten den Einsatz gegen die Sensationsgierigen ab, bis die Feuerwehr einen eigenen Sichtschutz herbeigeschafft hatte.

Zugleich sprach die hinzugerufene Polizei die Filmenden an, ließ Fotos und Videos vor Ort löschen und sprach Platzverweise aus.

Der Patient konnte nach rund 45 Minuten in ein Krankenhaus gebracht werden. Sein Zustand war kritisch. (jv)

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