Keine Chance auf Weihnachtsmarkt Trotz Konzept: Nächste Stadt im Rheinland mit Absage

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Traurige Nachricht für alle Weihnachtsmarkt-Fans: Die geplanten Märkte für Leverkusen wurden abgesagt. Das Infektionsrisiko sei dort trotz Corona-Maßnahmen zu hoch. Unser Foto entstand im Dezember 2017 in Bielefeld.

Leverkusen – Keine Chance für Weihnachtsmärkte: Auch die Stadt Leverkusen muss sich für dieses Jahr von Bratwurst, gebrannten Mandeln und Glühwein verabschieden.

  • Leverkusener Weihnachtsmärkte trotz guten Corona-Konzepten abgesagt
  • Geplante Weihnachtsmärkte in Opladen, Schlebusch und Wiesdorf fallen wegen zu hohem Infektions-Risiko im November aus
  • Es besteht Hoffnung auf einen weihnachtlichen Dezember

Leverkusen: Weihnachtsmärkte für November gänzlich abgesagt

Die geplanten Weihnachtsmärkte in den Stadtteilen Wiesdorf, Opladen und Schlebusch wurden wegen des Lockdowns im November abgesagt – eine traurige Nachricht für alle Besucher. Das gab die Stadt nun in einer Pressemitteilung bekannt. Die Maßnahmen der Regierung dienen der Kontaktbeschränkung um 75 Prozent.

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Der Christkindchen-Markt solle aber eigentlich zur Belebung der Innenstadt beitragen. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft City Leverkusen e.V., Frank Schönberger, empfindet diese Begründung als extrem widersprüchlich.

Ihm sei der sichere Weihnachtseinkauf in der Stadt genauso wichtig, wie die weihnachtliche Deko in der Fußgängerzone. Schönberger versichert, dass es diese auch in diesem Jahr geben wird.

Weihnachtsmärkte in NRW: Organisator sieht keine Chance

Christkindchen-Markt-Organisator Axel Kaechele gibt zu bedenken: „Treffen mit nur zwei Haushalten, Gastronomieverbot, Untersagung des Verzehrs von Reibekuchen oder gebrannten Mandeln durch Maskenpflicht sind keine Voraussetzungen, einen Markt bei Inzidenz von über 50 auch nur annähernd wirtschaftlich zu betreiben. Das gilt auch für den Dezember“.

Crêpes und Bratwurst per Lieferservice anzubieten komme für das Bergische Dorf in Opladen allerdings nicht in Frage, erklärt der AGO-Vorstand und Organisator Dirk Pott.

Keine Weihnachtsmärkte im November – dennoch große Hoffnung für Dezember

Dennoch bleibt er optimistisch und hofft auf einen weihnachtlichen Dezember 2020.

„Im November-Lockdown sehe ich keine Chance auf Durchführung. Aber Vielleicht gibt es im Dezember die Chance, ein paar Gastro- und Imbissbuden aufzustellen, um etwas weihnachtliche Stimmung in die Fußgängerzone zu bringen“, so Pott.

Ulrich Kämmerling, Vorsitzender der Werbe- und Fördergemeinschaft Schlebusch, ist von der beschlossenen Weihnachtsmarkt-Absage ebenfalls enttäuscht. So hatte er sich den Start des neuen Schlebuscher Weihnachtsmarktes nicht vorgestellt.

„Manchmal helfen selbst die besten Hygiene- und Sicherheitskonzepte nicht gegen eine Pandemie dieser Dynamik“, so Kämmerling.

Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath: „Müssen ein klares Zeichen setzen"

Auch Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath bedauert die Absagen sehr, glaubt aber dennoch an eine bessere Zukunft: „Das ist bitter, aber in der aktuellen Situation müssen wir alles tun, um weitere Infektionen zu verhindern. Wir müssen jetzt handeln, es bleibt keine andere Wahl. Ich begrüße es, dass die Veranstalter hier ein klares Zeichen setzen und hoffe, dass wir im Dezember eine bessere Situation und wieder etwas mehr Gestaltungsspielraum haben.“ (lg)

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