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Wie bei „Breaking Bad“ Tonnenweise Chemikalien für Drogen organisiert

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Gleich zwei Unternehmer aus Krefeld stehen wegen Drogenhandel vor Gericht. Das Symbolfoto zeigt Ecstasy-Pillen, die während einer Pressekonferenz am 28. Juni 2019 im Bundeskriminalamt in Wiesbaden auf einem Tisch liegen.

Krefeld – Dieser Fall klingt fast wie der Plot der beliebten Serie „Breaking Bad“. Auch hier kommt ein unbescholtener Mann vom Weg ab, gerät in kriminelle Drogen-Geschäfte. 

  • NRW: Unternehmer wegen Drogenhandel angeklagt
  • Der Angeklagte soll ein Drogenlabor beliefert haben
  • Es geht um Drogen im Wert von mehreren Millionen Euro

Zwei Unternehmer vom Niederrhein sollen ein Drogenlabor mit Tonnen von Grundstoffen für synthetische Drogen versorgt haben. Seit Freitag (29. Januar) stehen die 67 und 55 Jahre alten Geschäftsführer wegen Beihilfe zum Drogenhandel in Krefeld vor Gericht. Laut Anklage geht es um den Handel mit Chemikalien wie Phosphorsäure, Aceton, Methanol, Ätznatron und Schwefelsäure.

Damit sei Amphetaminöl für die Droge Ecstasy im Wert von 16,5 Millionen Euro hergestellt worden. Der 67-jährige Unternehmer habe die Chemikalien über den 55-jährigen Mitangeklagten aus Mönchengladbach, den Inhaber einer Gebäudereinigungsfirma, an die niederländischen Drogenproduzenten weiterverkauft.

Krefeld: Angeklagter gibt Drogenhandel zu

Die beiden Angeklagten sollen mit dem Geschäft jeweils rund 300.000 Euro Gewinn gemacht haben. Die Anwälte des 55-Jährigen baten unmittelbar nach Verlesung der Anklage am Freitag zu einem Rechtsgespräch hinter verschlossenen Türen, zu dem sich die Beteiligten dann zurückzogen.

Der 67-Jährige hatte den Handel mit den Chemikalien zwar zugegeben. Vom illegalen Verwendungszweck will er aber nichts gewusst haben. Er habe die Chemikalien nur dem mitangeklagten Reinigungsunternehmer verkauft. Die Ermittler waren den Männern mehr als zwei Jahre lang auf der Spur gewesen. Mitte Juli 2020 hatte die Polizei dann zugeschlagen und beide verhaftet. (dpa)