Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Prozess verschoben Frau in Krefeld von Partnerin vergewaltigt? Opfer verschwunden

Symbolbild_135410864

Ist es falsche Scham, oder hat sie gelogen? Eine 35-jährige Frau wird in Krefeld gesucht, nachdem sie zum wiederholten Mal nicht vor Gericht erschienen ist, wo der Prozess wegen einer mutmaßlichen Vergewaltigung stattfindet. Das Symbolbild aus dem Jahr 2011 aus Dresdden zeigt eine Frau, die sich die Hand vors Gesicht schlägt.

Krefeld – Es sind heftige Vorwürfe, der sich eine 30-jährige Frau vor dem Krefelder Gericht stellen muss. Sie soll ihre damalige Lebenspartnerin (35) vergewaltigt haben.

Doch zum Prozess ist das mutmaßliche Opfer nicht erschienen – erneut, denn am Montag (21. September 2020) war bereits zum wiederholten Mal eine Verhandlung angesetzt worden.

  • Eine Krefelderin (30) soll ihre Lebenspartnerin vergewaltigt haben
  • Das mutßmaßliche Opfer (35) blieb dem Prozess zum wiederholten Mal fern
  • Die 35-jährige Frau ist verschwunden

Die Frau sollte am Montag von der Polizei vorgeführt werden, doch die hatte die 35-Jährige schon in den vergangenen zwei Wochen weder in ihrer Wohnung angetroffen, noch sie telefonisch erreichen können.

Laut Anklage hatte die 30-Jährige die fünf Jahre ältere Frau vor drei Jahren in der gemeinsamen Krefelder Wohnung nachts gewaltsam zum Sex gezwungen.

Polizei Krefeld such nach der Frau (35)

Dass die 35-Jährige die Ladung zum zweiten Prozess-Anlauf vor dem Amtsgericht im August bekommen habe, sei belegt, sagte die Staatsanwältin. Schließlich habe sie den Richter kurz zuvor angerufen und erklärt, sie sei in Therapie und könne deshalb nicht kommen. Dann habe sich herausgestellt, dass die Therapie längst beendet gewesen sei.

Laut Gericht ist die bisherige Telefonnummer der Frau inzwischen abgemeldet. Die Polizei sucht sie nun.

Krefeld: Darum wird der Prozess nicht eingestellt

Das Gericht könne das Verfahren angesichts der Schwere des Vorwurfs dennoch nicht einfach einstellen, sagte der Richter.

Die beiden Frauen hatten 2013 ihre Lebenspartnerschaft eintragen lassen. Nach dem nötigen Trennungsjahr war diese im Juni 2019 vom Familiengericht wieder aufgelöst worden.

Vergewaltigung in Krefeld: Angeklagte beteuert ihr Unschuld

Der Vorwurf der Vergewaltigung sei haltlos und frei erfunden, hatte der Anwalt der Angeklagten erklärt. Einen neuen Verhandlungstermin will das Gericht nicht festsetzen, sondern zunächst versuchen, die 35-Jährige zu finden. (dpa, susa)