Ausflug wird teuer NRW: Ordnungsdienst ertappt Frau barfuß in Hinterhof – kein Zufall

ordnungsamt stadt

Der Ordnungsdienst ging dem Verdacht nach (hier ein Archivfoto von Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes).

Krefeld – Aufmerksame Mitarbeiter des Ordnungsdienstes haben in Krefeld eine auffällige Bewegung in einem Laden in der Innenstadt bemerkt. Sie hatten offenbar den richtigen Riecher, wie sich kurz darauf herausstellte.

  • Krefeld: Ordnungsdienst ertappt Frau barfuß in Hinterhof
  • Mitarbeiter hatten den richtigen Riecher
  • Der Ausflug wird teuer

Das Geschäft sei zunächst kaum einsehbar gewesen, weil die Rollläden größtenteils heruntergelassen waren. Nach Klopfen bemerkte der Ordnungsdienst jedoch eine Bewegung im Innenraum.

Krefeld: Frau barfuß in Hinterhof ertappt

Auf dem Hinterhof wurde dann eine 54-jährige Frau barfuß angetroffen. Kein Zufall.

Als sie die Mitarbeiter der Stadt zur Rede stellten, gab die Frau zu, in dem Geschäft eine Nagelpflege in Anspruch genommen zu haben.

Den Angaben zufolge sei das Nagelstudio trotz der der Corona-Schutzverordnung illegal geöffnet und betrieben worden.

Betreiberin und Kundin müssen Bußgeld zahlen

Die Betreiberin müsse nun 1000 Euro zahlen, die Kundin 250 Euro.

Kein Einzelfall. Auch in Bochum etwa hat der kommunale Ordnungsdienst nach einem anonymen Hinweis zu Beginn des Monats Februar 2021 ein illegales Nagelstudio geschlossen.

Illegales Nagelstudio in Bochum geschlossen

Die Einsatzkräfte hätten im ersten Obergeschoss eines Hauses Räume vorgefunden, die provisorisch zu kosmetischen Anwendungen und zur Nagelpflege eingerichtet gewesen seien, teilte die Stadt damals mit.

Die Beschäftigten wurden von der Polizei mit zur Wache genommen, ein vierstelliger Geldbetrag sichergestellt.

Leider gebe es immer wieder bewusste Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung.

So ist der Plan für Öffnungen in NRW

Doch die meisten Gewerbetreibenden müssen sich noch in Geduld üben. Als erstes sollen neben Friseursalons auch Gartenbaucenter und Baumschulen wieder öffnen.

In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner von 35 und darunter können zudem Kosmetiker, Fußpfleger und Nagelstudios wieder Kunden empfangen. Dann dürfen Besucher auch wieder in die Außenbereiche der Zoos kommen.

Handel und Gastronomie fordern Ende des Lockdowns

Auch im Handel und in der Gastronomie wird der Ruf nach einem Ende des Lockdowns immer lauter. Die Dehoga Nordrhein forderte am Freitag (25. Februar) unter dem Motte „Ohne Perspektive geben wir den Löffel ab“ eine Strategie zur Wiedereröffnung des Gastgewerbes.

Geschäftsführer Christoph Becker betonte, die Forderung sei nicht, dass morgen alles wieder öffnen dürfe. „Sondern wir fordern, dass die Politik sich endlich darüber Gedanken macht, wie mit dem Virus künftig umgegangen wird. Denn das Virus wird uns ja ein Leben lang erhalten bleiben, wir werden das Virus nicht mehr wegbekommen.“

Angela Merkel macht wenig Hoffnung auf schnelle Öffnungen

Merkel hatte am Donnerstagabend (25. Februar) nach einem EU-Sondergipfel zur Pandemie Hoffnungen auf sehr schnelle und umfassende Lockerungen der strengen Kontaktbeschränkungen mit der Einführung der Selbsttests gedämpft.

Es müsse zunächst gründlich geprüft werden, „ob wir uns durch ein vermehrtes Testen auch mit diesen Selbsttests einen Puffer erarbeiten können, so dass wir in der Inzidenz etwas höher gehen können als 35“.

Man könne trotz der Selbsttests weder auf Inzidenzen generell verzichten noch sofort öffnen. Es könne „nicht so sein, dass wir erst die Öffnung definieren und anschließend mal gucken, ob das Testen uns hilft“, sagte Merkel. (jv/dpa)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.