Hetzjagd  Reh in Krefeld gerissen, Hund wird mit CSI-Methode überführt

Kitz

Dieses Foto postete die Krefelder Polizei bei Facebook. Es zeigt das tote Reh (rechts) und den Hund, der es gerissen haben soll (Kreis).

Krefeld – Ein junges Reh ist am Montag (12. April) in Krefeld-Traar nach einem Hundeangriff so schwer verletzt worden, dass es von seinem Leiden erlöst werden musste. Nach zahlreichen Hinweisen konnte der Halter des betreffenden Hundes ermittelt werden – ein DNA-Abgleich soll nun die Schuldfrage klären.

  • Reh in Krefeld-Traar von Hunden gehetzt und gerissen
  • Polizei erlöst leidendes Reh mit „Gnadenschuss“
  • DNA-Probe soll klären, ob Bracke in Krefeld das Reg gerissen hat

Krefeld: Reh nach Hundeangriff gestorben

Eine Frau hatte am Montag gegen 8.45 Uhr die Polizei alarmiert und angegeben, dass freilaufende Hunde ein Reh angreifen würden.

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Das schwer verletzte junge Reh im Krefelder Wald – kurz darauf wird es von seinen Qualen erlöst.

Vor Ort fanden die Beamten das schwerverletzte Tier, welches massive Bissverletzungen aufwies. Das Reh musste aufgrund seiner schweren Verletzungen noch vor Ort von der Krefelder Polizei erlöst werden.

Der Hundehalter und die Hunde konnten nach der Attacke zunächst nicht ausfindig gemacht werden, jedoch hatte die Zeugin ein Foto eines Hundes gemacht.

Polizei und Stadt Krefeld hatten am Montagmorgen Ermittlungen aufgenommen, die nun von einem ersten Erfolg gekrönt wurden.

Nach Angriff auf Reh in Krefeld: DNA-Abgleich mit Hund geplant

Der Hundehalter konnte ermittelt werden, teilte die Polizei Krefeld am Dienstagmorgen mit. Außerdem stehe die Untere Jagdbehörde der Stadt Krefeld in Kontakt mit ihm.

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Die Polizei Krefeld musste das schwer verletzte Reh töten, um es von seinen Qualen zu erlösen. Wenig später kam der Förster hinzu.

Eine DNA-Analyse solle nun Aufschluss darüber geben, ob der in Frage kommende Jagdhund – eine griechische Bracke – tatsächlich zugebissen und die Verletzungen verursacht hat. Die Untersuchung werde einige Zeit in Anspruch nehmen.

Nach Attacke in Krefeld: Polizei verstärkt Streifen im Wald

Aufgrund der aktuellen Brut- und Setzzeit der Wildtiere nehmen Polizei Krefeld und Untere Jagdbehörde diesen Vorfall zum Anlass, Hundehalter zu informieren.

Sie bestreifen gemeinsam die städtischen Waldgebiete in regelmäßigen Abständen und machen die Hundehalter auf die Leinenpflicht abseits der Wege aufmerksam. Außerdem informieren sie über die Konsequenzen bei Zuwiderhandlungen.

Verstöße können zu empfindlichen Ordnungsstrafen oder sogar zu Strafanzeigen führen.

Das ist die Brut- und Setzzeit in NRW

Die Brut- und Setzzeit beginnt am 1. April und dauert bis 15. Juli. In dieser Zeit bringen Wildtiere wie Rehe ihre Jungen zur Welt.

Vögel, darunter Stockenten bebrüten ihre Eier. Weil die Tiere in dieser Zeit ganz besonders viel Ruhe brauchen, sollten Hunde auf keinen Fall abseits der Wege durchs Unterholz streifen.

Am besten den Hund im Wald und an Wiesen mit hohem Gras, in dem gern Rehkitze liegen, generell anleinen. (smo)

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