Nach Inferno in NRW „Dr. Made“ aus Köln macht sich für Affen stark  

Tierschützer haben sich am Sonntag in Krefeld versammelt, um den vor zwei Jahren bei einem Brand im Zoo gestorbenen Affen zu gedenken. Und etwas für die überlebenden Tiere zu tun.

Was für ein trauriger Jahrestag: In der Neujahrsnacht 2019/2020 brannte das Affenhaus des Krefelder Zoos komplett aus. 50 Tiere kamen dabei qualvoll ums Leben. Eine illegale „Himmelslaterne“ hatte das Inferno ausgelöst.

Inzwischen plant der Krefelder Zoo ein „Artenschutzzentrum Affenpark“. Auch für die zwei Schimpansen namens Bally und Limbo, die aus dem Flammenmeer gerettet wurden. Für genau die hielten rund 100 Tierschützer am Sonntag (2. Januar) eine Mahnwache ab. 

Krefeld: Streit um die Affenhaltung im Zoo, Tierschützer demonstrieren

Das „Great Ape Project - Grundrechte für Menschenaffen“, das sich gegen die Haltung der Tiere in Zoos einsetzt, demonstrierte am Sonntag an der Uerdinger Straße.

Mit dabei auch der Kölner Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke. Der anerkannte Madenexperte („Dr. Made“) setzt sich seit Jahren für den Tierschutz ein und lebt vegan. Vor allem geht es den Organisatoren der Mahnwache um die beiden Schimpansen, die aus den Flammen gerettet werden konnten: „Bally“ und „Limbo“.

Mark Benecke, Kriminalbiologe, nimmt bei einer Mahnwache vor dem Zoo zum 2. Jahresgedächtnis des Brandes im Affenhaus an einer Demonstration gegen die Haltung der beiden Schimpansen Bally und Limbo teil.

Der Kölner Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke am 2. Januar 2ß22 bei der Mahnwache vor dem Krefelder Zoo.

Der Veranstalter: „Schwer traumatisiert wurden sie in einen Absperrraum des von dem Brand nicht betroffenen Gorillahauses verbracht, in dem sie seither – seit nunmehr geschlagenen zwei Jahren – auf engstem Raum und ohne Zugang zu einem Außengehege verwahrt werden.“ Eine Petition mit fast 40.000 Unterzeichnern, der Protest der weltbekannten Verhaltensforscherin Dr. Jane Goodall hätten bisher nichts bewirken können.

Der Krefelder Zoo hatte allerdings immer wieder betont, dass es den Schimpansen gut gehe. Auch am Mittwoch hieß es: „Bally und Limbo befinden sich in einem ausgezeichneten psychischen und körperlichen Zustand. Dies bestätigt ein erneutes Gutachten des Primatologen Patrick van Veen am 9. August 2021. Darin bekräftigt er die Aussagen seines Gutachtens von Januar 2021.“

Bei dem Brand im Krefelder Zoo starben über 50 Affen. Das Feuer zerstörte das Affenhaus nahezu komplett.

Bei dem Brand, verursacht durch eine Himmelslaterne, starben in der Neujahrsnacht 2020 mehr als 50 Tiere.

Krefelder Zoo mit guter Nachricht zum Affenhaus

Und dann die wirklich gute Nachricht des Zoos: „Am 21. Dezember erteilte die Stadt dem Zoo die Genehmigung zum Bau der provisorischen Außenanlage für die Schimpansen Bally und Limbo. Nun sollen die Pläne schnellstmöglich umgesetzt werden. Für das Gehege wird der hintere Teil des Gorilla-Gartens mit einer Holzpalisadenwand abgetrennt. Wegen der guten Kletterfähigkeit und Kraft von Schimpansen wird die Anlage mit einem Edelstahlnetz überspannt. Die Besucher können die Schimpansen über einen Monitor beobachten. Die Fertigstellung des Geheges soll in der ersten Jahreshälfte 2022 erfolgen.“

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