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Jahrestag der Katastrophe 55 tote Tiere: Krefelder Zoo gedenkt seiner Affen

Krefeld_Zoo

Ein gespendetes Kuscheltier-Äffchen sitzt im Arm der Shona-Steinskulptur, die Mittelpunkt der zukünftigen Gedenkstätte für die Brandkatastrophe am Affenhaus werden soll.

Krefeld – Vor exakt einem Jahr, am Neujahrstag 2020, bracht das Inferno über dem Affenhaus im Krefelder Zoo herein. Ausgelöst durch eine Himmelslaterne ging das Haus in Flammen auf. Im Feuer starben Menschenaffen, die vielen sehr vertraut waren.

Über Monate wurden Blumen, Briefe und Kerzen hingestellt. Nun wird es im Zoo einen offiziellen Gedenkort geben.

  • Nach Brand in Krefeld: Zoo errichtete Gedenkstätte für verstorbene Affen
  • Brand in der Silvesternacht: 55 Tiere mussten sterben
  • Zwei Schimpansen überlebten das Feuer

Nach tragischem Brand in Krefeld: Zoo errichtete Gedenkstätte für verstorbene Affen

Ein Jahr nach dem verheerenden Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos ist der Gedenkort für das Unglück nun fast fertig. „Wenn die Besucher nach der Corona-Zeit wieder in den Zoo kommen dürfen, soll die Gedenkstätte fertig sein“, sagte Zoosprecherin Petra Schwinn.

Damit solle an die 55 bei dem Brand gestorbenen Tiere, darunter acht Menschenaffen, erinnert werden.

Der Erinnerungsort soll in der Nähe des inzwischen komplett abgetragenen Brandorts entstehen. Im Mittelpunkt steht die zweieinhalb Meter hohe Skulptur eines Affen. Das Feuer in der Silvesternacht hatte große Trauer bei Besuchern und Tierfreunden ausgelöst. Vor dem Zoo wurden viele Monate lang Kerzen, Spielzeugtiere und Blumen abgelegt.

Krefeld: Himmelslaterne löste Brand aus – 55 Affen starben

Die für den Gedenkort vorgesehene Plastik aus Stein stand ursprünglich am Eingang des Affenhauses und hatte den Brand unversehrt überstanden. Der Erinnerungsort soll durch Sitzbänke und einen Baum ergänzt werden. Schon kurz nach dem Feuer hatte der Zoo entschieden, dass die Affenhaltung weitergehen solle.

Statue_Affen_KrefelderZoo

Die Shona-Steinskulptur soll Mittelpunkt der zukünftigen Gedenkstätte für die Brandkatastrophe am Affenhaus werden. Nach dem Brand des Affenhauses, bei dem 55 Tiere, darunter acht Menschenaffen starben, Feuer hatte der Zoo schnell entschieden, dass die Affenhaltung weitergehen solle.

Der Brand war im hinteren Bereich des Traditionszoos entstanden. Auslöser war eine Himmelslaterne, die das Dach des Affenhauses in Brand gesetzt hatte. Dort kam Publikumsliebling Massa, ein beeindruckender 48 Jahre alter Gorilla-Senior, mit mehreren Artgenossen und weiteren Menschenaffen ums Leben.

Verursacht wurde der Brand von drei Frauen, die inzwischen Strafbefehle wegen fahrlässiger Brandstiftung erhalten haben. Die Verfahren sind abgeschlossen.

Strafverfahren abgeschlossen: 3600 Euro Geldstrafe

„Meine Mandantin hat die Geldstrafe über 3600 Euro akzeptiert“, so Verteidiger Oliver Allesch am Donnerstag (31. Dezember). Er habe das nötige Schreiben an das Amtsgericht gesendet. Statt bislang 9000 Euro wurden 180 Tagessätze à 20 Euro festgesetzt. Es sei der rationalste Weg gewesen, das zu akzeptieren, so Allesch. Seine Mandantin könne damit leben und nun ins neue Jahr starten. Zuvor hatte „Bild“ darüber berichtet.

Glück im Unglück: „Wunderkinder“ überlebten Brand im Krefelder Zoo

Den Brand überlebt haben zwei Schimpansen, die 47 Jahre alte Bally und Limbo, ein 27-jähriges Männchen. „Unsere beiden Wunderkinder“, nannte die Zoosprecherin die Tiere.

Sie hätten sich sehr gut erholt. Klar sei aber auch, dass beide Schimpansen nicht dauerhaft im Zoo bleiben könnten. Es werde ein neues, artgerechtes Zuhause für die Tiere gesucht. (dpa)