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„Da läuft irgendwas falsch“ Landrat in NRW mit Wutrede zur Corona-Lage

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Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch (52) regt sich über das Corona-Chaos auf.

Heinsberg – Deutliche Worte aus Heinsberg. Landrat Stephan Pusch (52), dessen Kreis im Frühjahr einer der ersten in NRW war, der von dem Coronavirus hart getroffen war, hat sich jetzt zur aktuellen Coronalage geäußert.

  • Heinsberg: Landrat Stephan Pusch mit deutlichen Worten zur aktuellen Coronalage
  • Der 52-Jährige Landrat kritisiert die Organisation der Impftermine 
  • Landrat Pusch gibt Einblicke in seine Gefühlswelt

In einem Video, das der Kreis Heinsberg am Donnerstag (28. Januar) auf die Facebook-Seite stellte, findet Pusch unter anderem klare Worte.

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In einem Corona-Update zur Lage im Kreis Heinsberg gibt der CDU-Politiker ehrliche Einblicke in seine Gefühlswelt: „Wenn ich meine Laune im Moment beschreiben müsste, auf einer Skala zwischen 1 und 100, dann würde ich sagen, die liegt im Moment bei  minus 20“, so der Politiker.

Heinsberg: Pusch über die Lage in seiner Behörde: „Hier rufen Leute weinend an“

Der 52-Jährige, der seit 2004 teil des Landrats von Heinsberg ist, über die emotionale Situation in seiner Behörde: „Hier rufen Leute weinend an.“ Seine Mitarbeiter müssten zum Teil Seelentröster spielen, brächen teilweise am Telefon selbst in Tränen aus. Häufig, weil sie für die Fehler anderer geradestehen müssten, so Pusch.

Bei den täglichen Anrufen gehe es ja nicht um Theatertickets, sondern darum, dass Leute Angst hätten, keinen Impftermin zu bekommen. Viele Menschen, die bei seinen Mitarbeitern anrufen, um ein Impftermin zu bekommen, würden in der aktuellen Corona-Pandemie um ihr Leben fürchten, so Pusch. 

Dass Regierungsstellen sagten, dass „alles optimal gelaufen“ sei, bezeichnet Pusch als „ein reines Ablenkungsmanöver“. „Da habt ihr alle euer Ohr nicht an der Basis und wisst nicht, was bei den Bürgern los ist.“

Heinsberg: Landrat fordert Öffnung der Schulen

Pusch macht seinem Ärger weiter Luft: „Dann muss ich sagen, ist das sehr, sehr bescheiden, was da aufgesetzt worden ist“, sagte Pusch. „Da läuft irgendwas falsch, da könnt ihr mir erzählen, was ihr wollt. Das muss jetzt einfach mal raus.“

Pusch, selbst dreifacher Vater, forderte auch die Öffnung der Schulen ab Mitte Februar. „In zwei Wochen, das ist ein dringender Appell, müssen die Schulen wieder öffnen.“ Und eine Woche vorher müssten die Schulen wissen, wo es langgeht. Kinder müssten zumindest wieder teilweise in die Schule gehen dürfen. „Sonst gehen Familien kaputt, sonst gehen Eltern kaputt.“ (mir/dpa)

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