Bombendrohung in NRW-Großstadt Rathaus nach Drohanruf evakuiert – Polizei sperrt Gelände

EXPRESS-Kommentar Tönnies-Skandal ein Weckruf für alle Ignoranten

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Über 650 Mitarbeiter haben sich in der Fleischfabrik von Schalke-Boss Clemens Tönnies mit dem Corona-Virus infiziert. Das Foto des Lastwagens, welcher das Fabrik-Gelände verlässt, stammt vom 17. Juni.

Köln – Die Tönnies-Fleischfabrik steht aufgrund einer immensen Zahl von Neu-Infizierten mit dem Corona-Virus in den Schlagzeilen. In gewisser Hinsicht wundert dieser Sachverhalt aber kaum. Ein Kommentar.

Mehr als 650 infizierte Mitarbeiter, die Produktion in der Fleischfabrik gestoppt – und der Landkreis Gütersloh fährt das öffentliche Leben wieder runter.

Ein herber Rückschlag im Kampf gegen das Corona-Virus wegen einem  Milliardenunternehmen, in dem die gesetzlich vorgeschriebenen Schutz- und Hygiene-Maßnahmen offensichtlich fahrlässig missachtet worden sind.

Schluss mit der lapidaren Einstellung

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Die Fleischfabrik Tönnies vermeldete Mittwoch eine erschreckende Zahl von Corona-Infizierten. Mehr als die Hälfte der getesteten Mitarbeiter bekamen einen positiven Befund – haarsträubend!

Es wirft nicht nur ein schlechtes Licht auf eine Branche, die wegen ähnlichen Fällen wie bei „Westfleisch“ sowieso schon mehr oder weniger unter Generalverdacht stand, sondern stürzt zusätzlich auch noch den gesamten Landkreis Gütersloh zurück in scheinbar längst vergessene Corona-Lockdown-Zeiten.

Corona-Situation ist trotz der Lockerungen weiterhin instabil

So bleiben die Schulen und Kitas bis zu den Ferien geschlossen, weitere Maßnahmen sind nicht ausgeschlossen. Das bedeutet für die Stadt Gütersloh ein Schaden in Millionenhöhe und damit eine weitere große Belastung für den Steuerzahler. Die gesamte Belegschaft wird samt ihren Familien wieder in die Quarantäne geschickt.

Hier lesen Sie mehr: Bin ich versichert, wenn ich im Urlaub Corona bekomme?

Spätestens dieser beispiellose, erneute Ausbruch der Pandemie innerhalb eines Großunternehmens sollte uns nun die Augen öffnen und die Instabilität der derzeitigen Situation noch einmal aufs Neue klar werden lassen.

Zurück zur Normalität ja, aber nicht auf Kosten der Gesundheit

Denn es steht außer Frage: Wir alle freuen uns darauf, mit Freunden wieder Konzerte oder Festivals zu besuchen, ohne Auflagen in den Urlaub zu fahren, die Lieblings-Mannschaft in einem vollen Stadion anzufeuern oder endlich wieder ohne die ätzende Schutzmaske einkaufen oder arbeiten zu gehen.

Allerdings darf dafür auf der anderen Seite nicht die Gesundheit der Menschen aufs Spiel gesetzt werden. Der Fall in Clemens Tönnies' Fleischfabrik zeigt ganz deutlich, dass die allgemein einkehrende „Das Virus ist doch schon längst wieder besiegt“-Mentalität schleunigst wieder abgelegt werden muss, damit keine zweite Welle das ganze Land trifft.

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