Grusel-Fund in NRW Polizei löst Rätsel um verbrannte Leiche – „ein sehr spezieller Fall“

Ein Auto ist völlig ausgebrannt, ein zweites steht mit beschädigter Front an einem Baum.

In diesem ausgebranntem Auto findet ein Spaziergänger am ersten Weihnachtsfeiertag (25. Dezember 2022) in Duisburg eine Leiche. Ein paar Meter weiter steht ein roter Audi schwer beschädigt vor einem Baum. 

Der mysteriöse Grusel-Fall aus Duisburg ist gelöst. Das Ermittlungsergebnis von Staatsanwaltschaft und Polizei ist heftig.

Eine Leiche in einem ausgebrannten Citroën Berlingo, ein paar Meter weiter ein verunglückter Audi, beiden Fahrzeuge auf ein und denselben Halter angemeldet: Dieser Fall vom ersten Weihnachtstag hat die Duisdorfer Ermittlerinnen und Ermittler vor ein Rätsel gestellt.

Jetzt haben Staatsanwaltschaft und Polizei das Ermittlungsergebnis bekannt gegeben.

Nach Gruselfund: Polizei Duisburg ermittelte zunächst in alle Richtungen

„Ein tragisches Ende“, erklärt eine Polizeisprecherin am Mittwoch (4. Januar 2023) gegenüber EXPRESS.de. „Als die Fahrzeuge und die Leiche gefunden wurden, warf das viele Fragen auf, es gab keine Zeuginnen, Zeugen und wir haben in alle Richtungen ermittelt. Das war schon ein sehr spezieller Fall.“

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Ein Spaziergänger hatte den Gruselfund am 25. Dezember am Ende einer Sackgasse in der Nähe der Duisburger Wasserskianlage gemacht. Kurz darauf wurde bekannt, dass es sich bei dem Halter der beiden Fahrzeuge um einen Mann (40) aus Duisdorf handelte, den die Polizei nicht erreichen konnte. Ist er der verbrannte Tote auf dem Fahrersitz?

Leiche in ausgebranntem Citroën: DNA-Untersuchung bringt Klarheit

Ja, das ergab jetzt eine DNA-Untersuchung, so die Polizei am Mittwoch. Der 40-Jährige habe sich selbst das Leben genommen. Der mysteriöse Fall – das Team einer Mordkommission der Polizei Duisburg, das Verkehrsunfallteam der Polizei Essen, ein Kfz-Gutachter und die Experten der Rechtsmedizin konnten ihn endlich lösen. 

Demnach fuhr der Duisburger am frühen Morgen des ersten Weihnachtstages mit seinem Audi mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 50 bis 80 km/h über die Friedrich-Alfred-Allee, krachte am Ende der Sackgasse erst in seinen dort geparkten Citroën Berlingo und dann gegen einen Baum. Der 40-Jährige überlebte zunächst, zog sich durch den Aufprall aber, so die Beurteilung der Rechtsmediziner, eine Hirnverletzung zu. Dann wechselte er das Auto ...

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Unfassbar: Nach dem Ergebnis der Ermittlungen setzte er sich auf den Fahrersitz des Berlingos. Währenddessen entwickelte sich im Motorraum des Wagens ein Feuer, das sich zu einem Vollbrand ausbreitete. Ob der 40-Jährige zu diesem Zeitpunkt bewusstlos oder bereits seinen Verletzungen erlegen war, sollen Auswertungen der toxikologischen Untersuchung zeigen. 

Toter (†40) aus Duisburg: Zuvor versenkte er seine beiden Boote

Die Ermittlerinnen und Ermittler fanden zudem heraus, dass der Duisburger bereits am 23. Dezember seine beiden Anglerboote an der Regattabahn versenkt hatte. Sie gehen davon aus, dass er an diesem Tag bereits ein Auto an der späteren Unfallstelle geparkt hatte. 

In der Wohnung des 40-Jährigen fanden die Beamtinnen und Beamte zusätzliche Hinweise, die auf einen Suizid hindeuten. Er hatte auf Post-its geschrieben, was nach seinem Tod noch zu erledigen ist und wem etwas zusteht. Dass ihm jemand bei seinem Suizid geholfen haben könnte, wird derzeit ausgeschlossen. (iri, ms)


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